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Wenn der Papa nur gemietet ist

Yuichi Ishii vermietet in Tokio Menschen fürs Leben: Väter, Mütter, Freunde und vieles mehr. Das ist praktisch, nur sollten die Rollenspieler nicht zu viele Gefühle entwickeln.

Thomas Hahn, Tokio
Für einmal spielt der Japaner hier sich selber: Yuichi Ishii in einem Film über den Vaterverleih seiner Firma Family Romance. Foto: Skellig Rock
Für einmal spielt der Japaner hier sich selber: Yuichi Ishii in einem Film über den Vaterverleih seiner Firma Family Romance. Foto: Skellig Rock

Als Vater von Yuko trägt Yuichi Ishii Jeans und Sweatshirt. Keinen Anzug, damit keine unnötige Strenge das Verhältnis belastet. Als Vater von Yuko arbeitet Yuichi Ishii im Altersheim, ein sanfter Mann mit Selbstbewusstsein. Humorvoll, zugewandt. Er fasst sich immer ans Ohr, das ist sein Tick, den er durchhalten muss, wenn er Zeit mit Yuko verbringt. Aber das Wichtigste: Er schimpft nie, macht Yuko keine Vorhaltungen, bedrängt sie nicht mit Erwartungen. Schon gar nicht wird er grob. «Das ist eine Bestellung der Mutter», sagt Yuichi Ishii. Yukos leiblicher Vater war gewalttätig, deshalb hat die Mutter für ihre Tochter einen liebevollen Vater gemietet.

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