Zum Hauptinhalt springen

«Wenn der Vater Vollzeit arbeitet, hat die Mutter schon verloren»

Sabine R. ist Mathematikerin und Mutter zweier Kinder. Nach zehn Jahren Doppelbelastung gibt sie ihren Job auf. Sie kann nicht mehr.

Und doch bleibt alles an ihr hängen: Eine arbeitende Frau mit Baby.
Und doch bleibt alles an ihr hängen: Eine arbeitende Frau mit Baby.
Keystone

Manchmal, wenn sie von schwangeren Kolleginnen um Rat gefragt wird, weiss sie nicht, was sie antworten soll. Dass sie selbst damals naiv war? So naiv, dass sie tatsächlich daran glaubte, Beruf und Familie liessen sich problemlos unter einen Hut bringen, weil sich Mann und Frau alles fair aufteilen würden? Dass sie heute, nach zehn Jahren Doppelbelastung und Krampfen bis zum Umfallen, nicht mehr kann, dass sie den Job gekündigt hat? Und dass sie, im Wissen darum, was auf sie zukommt, heute auf Kinder verzichten würde, weil der Preis zu hoch war, sie auf der Strecke geblieben ist?

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.