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Wie der Dalai Lama seine Wiedergeburt regeln will

Der Dalai Lama hat sich mit den Oberhäuptern der vier tibetischen buddhistischen Glaubensrichtungen getroffen. Thema war das Fortführen der Institution des Dalai Lama.

Gab im Mai das Amt des Ministerpräsidenten ab: Der Dalai Lama.
Gab im Mai das Amt des Ministerpräsidenten ab: Der Dalai Lama.

Vor seinem Tod will der Dalai Lama Einzelheiten über seine mögliche Wiedergeburt schriftlich festhalten. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter erklärte, wenn er etwa 90 Jahre alt sei, werde er mit buddhistischen Geistlichen abwägen, ob die Institution des Dalai Lamas überhaupt fortgeführt werden soll. Der amtierende Dalai Lama ist 76 Jahre alt.

Vor der Bekanntmachung beriet sich der Dalai Lama mit den Oberhäuptern der vier tibetischen buddhistischen Glaubensrichtungen. Es war das erste Treffen dieser Art, seit er im Mai seine politische Macht an einen gewählten Ministerpräsidenten abgab.

Wiedergeburt in China?

Peking hat in der Vergangenheit keine Zweifel daran gelassen, dass es bei der Wahl des Nachfolgers ein gewichtiges Wort mitreden will. Nach chinesischer Lesart schreiben die religiösen Gesetze vor, dass die Wiedergeburt des Dalai Lamas in dem von China kontrollierten Tibet stattfinden muss.

Der Dalai Lama hat bereits in der Vergangenheit angekündigt, sein Nachfolger werde im Exil geboren und angedeutet, er könne in einem Bruch mit der Tradition noch zu Lebzeiten einen Nachfolger ernennen. Dieser könne sogar eine Frau sein. Traditionell wird jeder Dalai Lama nach seinem Tod als männliches Kind wiedergeboren.

(dapd)

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