Zum Hauptinhalt springen

Wie Frauen zu Hexen wurden

Auf Waadtländer Scheiterhaufen brannten besonders viele Hexen. Eine Ausstellung im Schloss Chillon erhellt dieses düstere Kapitel des Mittelalters. Die Dämonenforscherin Martine Ostorero über die Motive der Hexenjäger.

Daniela Schwegler
Hexen paktieren mit dem Teufel: Das glaubten die Menschen im Mittelalter. Im Kerker des Schlosses Chillon wurden «Hexen» eingesperrt. Und sie wurden so lange gefoltert, bis sie «zugaben», was ihre Peiniger hören wollten.
Hexen paktieren mit dem Teufel: Das glaubten die Menschen im Mittelalter. Im Kerker des Schlosses Chillon wurden «Hexen» eingesperrt. Und sie wurden so lange gefoltert, bis sie «zugaben», was ihre Peiniger hören wollten.
PD / Fondation du château de Chillon

Martine Ostorero, über Hexen haben wir viel gelesen. Warum braucht es eine Ausstellung? Martine Ostorero: Man meint vielleicht, schon alles zu wissen. Aber oft sind es Halbwahrheiten. Mit unserer Sonderausstellung wollen wir Licht in das Dunkel bringen. Es wurden zum Beispiel nicht nur Frauen als Hexen verfolgt, sondern auch Männer. Und selbst vor Kindern machte der Hexenwahn nicht halt. Zudem strengten nicht nur kirchliche Inquisitionsgerichte Hexenprozesse an, die weltliche Gerichtsbarkeit stand den Kirchen in nichts nach. Die weltliche und die kirchliche Macht arbeiteten Hand in Hand.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.

Abo abschliessen