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«Wir geben unsere Kleider zu schnell weg»

Texaid sammelt seit 40 Jahren gebrauchte Kleider. Weshalb Textilien nicht recycelt werden können, erklärt CEO Martin Böschen im Interview.

«Die Zahl der von uns gesammelten Altkleidung hat sich verzehnfacht»: Ein Texaid-Mitarbeiter holt zwei Kleidersäcke ein. Foto: Keystone
«Die Zahl der von uns gesammelten Altkleidung hat sich verzehnfacht»: Ein Texaid-Mitarbeiter holt zwei Kleidersäcke ein. Foto: Keystone

Martin Böschen, Mottenlöcher im Wollpullover und Weinflecken auf der Bluse; was gehört nicht in die Altkleidersammlung?

Stark beschädigte und dreckige Ware. Die meiste Kleidung erreicht uns allerdings sauber. Ob sich ein Kleidungsstück zum Verkauf als Secondhandware eignet, hängt aber nicht nur vom Zustand ab. Männerkleidung darf abgetragener sein als Frauenkleidung. Auf vielen unserer Absatzmärkte erfüllt Kleidung eher eine Schutzfunktion und weniger eine modische, es wird dort folglich gleich viel Männer- wie Frauenkleidung benötigt. Weil in Westeuropa Frauen aber viel mehr Kleider kaufen als Männer, bestehen rund 80 Prozent der Altkleidung aus Frauenkleidung. Ausserdem sind Konfektionsgrössen ein Thema: Häufig sind kleine Grössen gefragt, zudem sind die klimatischen Bedingungen in den Absatzländern entscheidend.

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