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Wissenschaftlicher Boulevard

Die Schweizer Online- und Gratismedien seien schlecht, findet eine Studie. Dasselbe gilt für diese wissenschaftliche Arbeit.

Das Jahrbuch 2011 «Qualität der Medien – Schweiz, Suisse, Svizzera» ist erschienen (TA von gestern). Die erste Ausgabe der Studie hatte vor einem Jahr vielen Journalisten die Zornesröte ins Gesicht getrieben. Auch dieses Jahr werden sich nicht wenige Medienschaffende über den unerfreulichen Befund der Studie empören. Er lautet: Die Boulevardisierung durch Onlineportale und Gratisblätter zerstört die Qualität der Medien.

Der Forschungsbereich für Öffentlichkeit und Gesellschaft (Fög) der Universität Zürich überbringt uns aber nicht nur diese Botschaft, sondern schafft auch gleich eine neue wissenschaftliche Disziplin: die Empörungswissenschaft. Erfunden hat sie der Fög-Leiter Kurt Imhof. Die Methoden dieses Wissenschaftszweigs sind aufs Engste mit denen des Boulevards verbunden und heissen: Emotionalisierung, Verzerrung, Desinformation oder Unterschlagung von Information, Fahrlässigkeit.

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