Zum Hauptinhalt springen

Marseille, mon amour

Übler Ruf, rebellische Seele, Hafen zwischen den Welten: Keine Metropole ist mediterraner als Marseille – und so gar nicht französisch. Eine Ode.

Zehntausende Fans feierten am Sonntag im alten Hafen den ersten Meistertitel von Olympique de Marseille seit 18 Jahren.
Zehntausende Fans feierten am Sonntag im alten Hafen den ersten Meistertitel von Olympique de Marseille seit 18 Jahren.
Reuters

Was vermag doch Fussball, Schaffer von Mythen und Legenden. Es gibt Orte, da schafft Fussball gar, was sonst nichts und niemand schaffen würde, kein Programm und keine wohlgemeinte Politik: Integration nämlich. Als sich am Sonntag die Gestade des Vieux-Port, des alten Hafens von Marseille, mit Zehntausenden Menschen füllten, die den ersten Meistertitel seit achtzehn Jahren ihres Vereins Olympique de Marseille feierten, als hätte sich die Stadt von einem bösen Fluch befreit, von einem dunklen Unterdrücker, war das wieder ein solcher Moment: ein verspielt leichter Augenblick der kulturellen, ethnischen, religiösen Symbiose, wie sie hier nur in den Farben von OM, Blau und Weiss, möglich ist.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.