Gib der Grippe keine Chance

Kaum werden die Tage kälter, droht der erste Schnupfen. Neun Tipps, um Erkältungen und Grippe zu vermeiden.

Wer regelmässig eine Sauna besucht, stärkt seine Abwehrkräfte. <nobr>Foto: iStock</nobr>

Wer regelmässig eine Sauna besucht, stärkt seine Abwehrkräfte. Foto: iStock

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Hände waschen
Böse Keime lauern überall, wo Menschen unterwegs sind, und vor allem, wo sie etwas anfassen. Im Zug, im Bus, in Läden, im Büro. Grippeviren sind unsichtbar, ebenso Magen-Darm-Viren. Um sich vor Ansteckungen zu schützen, kann man nicht oft genug die Hände waschen. Am besten desinfiziert man sie auch immer mal wieder. Es gibt Desinfektionsmittel auch in kleinen Flaschen für die Handtasche oder den Mantelsack. Oft fasst man sich ganz unbewusst ans Gesicht – in der Grippesaison sollte man versuchen, das möglichst zu vermeiden, wenn man nicht vorher die Hände gewaschen hat.

Vitaminreiche Ernährung
Vitamine und andere wichtige Nährstoffe stärken die Abwehrkräfte des Körpers. Darum sollte man gerade im Winter darauf achten, viel Obst und Gemüse zu essen. Auch typisches Wintergemüse wie verschiedene Kohlsorten, Wurzelgemüse, Lauch und Zwiebeln liefern unter anderem Vitamin C, das als Antioxidans besonders wichtig ist. Frischer Ingwer bringt nicht nur Geschmack ins Essen, sondern ist auch ein echtes Heilmittel unter anderem bei Erkältungen und Grippe. Da wir im Winter wenig Sonne haben, leiden wir häufig unter Mangel an Vitamin D, das unter anderem für das Immunsystem wichtig ist. Da ist es oft nötig, dem Körper Vitamin D in Form von Tropfen oder Kapseln zuzuführen. Ein einfacher Bluttest beim Arzt zeigt, ob das nötig ist.

Kleidung dem Wetter anpassen
Sich im Winter warm anzuziehen, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Aber der dicke Daunenoverall ist selten ideal. Kaum geht man irgendwo rein, schwitzt man darin. Am besten ist der sogenannte Zwiebellook, bei dem man bei Bedarf einzelne Schichten ablegen kann, um nicht ins Schwitzen zu kommen und danach in der Kälte erst recht zu frieren. Wichtig sind auch warme Füsse. Dafür sollten die Schuhe nicht zu eng sein, und dicke Sohlen geben nicht nur Standfestigkeit, sondern isolieren auch gegen die Kälte.

Auf die Luftfeuchtigkeit achten
Trockene Luft beansprucht die Schleimhäute stark, Lippen und Nasenflügel trocknen aus und werden spröde. Dadurch werden diese Bereiche anfällig für Angriffe von Krankheitserregern. Die relative Luftfeuchtigkeit sollte in Wohnräumen zwischen 35 und 65 Prozent liegen. Durch das Heizen wird die Luft oft trockener. Dagegen helfen Luftbefeuchter, oder man stellt einfach Schalen mit Wasser auf die Heizkörper. Frische Luft ist zwar wichtig, doch wenn man ein Fenster auch nur ganz wenig offen stehen lässt, entweicht die Luftfeuchtigkeit nach draussen. Darum sollte immer nur kurz, dafür aber heftig gelüftet werden.

Immer genug trinken
Nicht nur im Sommer ist es wichtig, den Körper mit genug Flüssigkeit zu versorgen. Wie die Luftfeuchtigkeit durchs offene Fenster nach draussen gezogen wird, zieht die Kälte auch die Feuchtigkeit über die Lunge aus dem Körper. Darum gilt auch im Winter: 1,5 bis 2 Liter möglichst ungesüsste Flüssigkeit, am besten Mineralwasser, braucht unserer Körper täglich. Und daran denken: Glühwein gilt nicht! Alkohol stört nämlich den Wärmehaushalt des Körpers, und die Wärme, die man beim Trinken von Glühwein verspürt, kippt ziemlich rasch ins Gegenteil.

Sauna für das Immunsystem
Wer regelmässig eine Sauna besucht, stärkt seine Abwehrkräfte. Die grossen Temperaturunterschiede, denen der Körper beim Saunieren ausgesetzt wird, machen ihn weniger anfällig für Infekte. Die Durchblutung wird verbessert, und dadurch bilden sich in den Schleimhäuten mehr Abwehrstoffe gegen Viren. Regelmässiges Saunieren stärkt zudem generell den Körper und macht ihn weniger empfindlich für starke Temperaturschwankungen.

Genug Bewegung
Bei garstigem Winterwetter sucht man sich am liebsten ein warmes Plätzchen, an dem man sich gemütlich verkriechen kann. Doch frische Luft ist gut für die Atemwege, und regelmässige Bewegung unterstützt die Abwehrkräfte. «Sport im Winter ist ungesund», lautet eine beliebte Ausrede, die aber nicht stimmt. Bei sportlicher Betätigung im Freien muss man sich nur richtig kleiden, mit Funktionskleidung aus Mikrofasergeweben ist das kein Problem. Erst bei deutlich unter zehn Minusgraden sollte man auf anstrengenden Sport verzichten, da dann die eingeatmete Luft vom Körper kaum mehr genügend erwärmt werden kann. Aber ein kurzer Winterspaziergang liegt alleweil drin.

Haut und Nase pflegen
Die kalte, trockene Winterluft tut der Haut nicht gut. Hilfreich sind darum gerade im Winter feuchtigkeitsspendende Pflegeprodukte. Lippenbalsam sorgt dafür, dass die Lippen nicht spröde und rissig werden. Gegen trockene Nasenschleimhaut gibt es verschiedene Sprays, Tropfen oder Salben. Trockene Schleimhäute sind nicht nur unangenehm, sondern vor allem auch anfälliger für Viren.

Sich impfen lassen
Die Grippeimpfung im Spätherbst ist nicht unumstritten, wird aber auch vom Bundesamt für Gesundheit empfohlen. Sie kann zwar nicht jede Erkrankung verhindern, aber sie versorgt den Körper mit schützenden Antikörpern gegen die in der Saison zu erwartenden Grippearten. Und wer geimpft ist, schützt übrigens nicht nur sich selbst – die Impfung reduziert auch die Übertragung von Viren auf andere Personen.


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Erstellt: 11.10.2019, 12:29 Uhr

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