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US-Botschafterin beklagt «Chaos» an Schweizer Skiliften

Ein Riesenpulk schiebt sich den Gondeln oder Sesselliften entgegen – Ellbögeln inklusive. Die höchste Vertreterin der USA war über dieses gewohnte Bild aus den Schweizer Bergen ziemlich erstaunt.

«Ich war perplex»: Ausschnitt aus dem Facebook-Eintrag von US-Botschafterin Suzan G. LeVine. (Screenshot: Facebook)
«Ich war perplex»: Ausschnitt aus dem Facebook-Eintrag von US-Botschafterin Suzan G. LeVine. (Screenshot: Facebook)

Seit einem halben Jahr vertritt Suzi LeVine die Supermacht USA in Bern. Manchmal erstaunt sie das Verhalten der Eingeborenen. Zuletzt wunderte sie sich über das «Chaos» an den hiesigen Skiliften. So freute sie sich in Adelboden BE zwar über den blauen Himmel mit dem Mond. «Aber ich war perplex ob dem Gedränge vor dem Lift (und wie ineffizient wenige Leute sich auf jedem Lift befanden)», schreibt LeVine.

Sie fragt ihre Community, ob es Orte gäbe, die das Management der Skifahrer am besten im Griff haben, und ob es im Gedränge eine optimale Line gäbe. Der «Blick» hat bei Vertretern von Skiorten nachgefragt. Von «Chaos» vor den Liften will man dort natürlich nichts wissen. Die Vielfalt der Antworten der Experten ist aber ähnlich chaotisch wie die Schlangen vor den Liften.

So seien die Warteschlangen bei uns einfach anders organisiert als in Amerika, sagt Silvio Schmid von den Bündner Bergbahnen. Gar eine amerikanische Mentalität, «die von mehr Disziplin geprägt ist», macht der Bergbahndirektor von Savognin, Leo Jeker, für den Unterschied verantwortlich. Für den Skigebiet-Tester Peter Krafft von Skiresort.de ist es letztlich eine «kulturelle Sache»: Während die Amerikaner die Distanz wahren und fremde Leute fragen, ob es o. k. ist, wenn sie auch in die Gondel steigen, steigen wir uns hier gegenseitig auf die Ski, ohne dass es irgendjemanden gross kratzen würde.

An den Rändern gehts schneller

Vielleicht ist es aber bis zu einem gewissen Grad auch eine Platzfrage: In den Alpen gibt es meist zu wenig Raum, um die Einspurbänder vor den Liften lang und eng genug zu machen, damit die Leute schön hintereinander anstehen, erklärt Krafft.

Der Experte aus Deutschland weiss ausserdem, dass es in der Mitte des Pulks vor dem Lift am langsamsten vorwärtsgeht. Auf den Seiten schlüpft man schneller durch, sagt er.

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