Mürren

Die Palace-Pleite

Vor der atemberaubenden Bergkulisse in Mürren kann man den Bezug zur Realität verlieren. Davon zeugt das Palace-Hotel, das seit 2009 leer steht. Die kommerzielle Katastrophe ist eine Folge von Gier und Trug.

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An einem Februartag sitzt eine Dame aus Asien im Businesslook in einem Sitzungszimmer in Bern und spricht über ihr Drama. In fliessendem Hochdeutsch. Das ist sie also: Svetlana Kan aus dem fernen Kasachstan, sagenumwobene Hauptaktionärin des Palace-Hotels in Mürren. Sie soll die Schuldige an Mürrens Schande sein. Im Berner Oberländer Dorf – auf einer Sonnenterrasse mit grandiosem Blick auf Eiger, Mönch und Jungfrau gelegen – ist das älteste Palace-Hotel der Schweiz seit 2009 geschlossen. 10'000 Franken versickern im Monat für den Minimalunterhalt des leer stehenden Hauses.

Ausweglose Geschichte

Das bröckelnde Prunkstück blickt auf eine verworrene Geschichte zurück, deren Ausgang ungewiss ist. Seit 2011 folgen sich fruchtlose Gerichtsverhandlungen. Geschädigte wollen Svetlana Kan erfolglos zu Zahlungen bewegen. Das Nachlassverfahren scheitert mangels finanzieller Mittel, nun läuft das Konkursverfahren. Wenn endlich die letzten Klagen von Gläubigern erledigt sind, wird die Nobelherberge wohl im nächsten Jahr krud unter den Hammer kommen.

Svetlana Kan solle das Feld räumen und das Palace solventen Investoren überlassen, sagt man in Mürren. Nie mehr eine Investorin aus Zentralasien! Aber Svetlana Kan wehrt sich: «Es tut mir leid für alle, die unter dem Konkurs leiden, aber ich bin getäuscht worden. Auch ich bin ein Opfer.»

An der jüngsten Verhandlung vor dem Regionalgericht Thun fehlte Svetlana Kan, weil sich ihre Einreisebewilligung verzögerte. Nun weilt sie kurzzeitig in der Schweiz – und ist bereit, auf Wunsch dieser Zeitung Licht in die dunkle Geschichte des Hotels zu bringen, dessen Kronleuchter erloschen sind.

Falsche Fotos und Gerüchte

In Mürren und in den Medien werden über sie Gerüchte kolportiert. Nach dem Muster: Lusche Businessfrau aus korruptem Erdölstaat. Svetlana Kan sei die Tochter des kasachischen Erdölministers, sagt man, und der habe ihr das Palace geschenkt. Es wird gar gemunkelt, beim Palace-Kauf sei Geldwäscherei im Spiel gewesen. Am Schalter des Sportzentrums Mürren wollen sie Angestellte auf einem Facebook-Profil erkennen. Es zeigt eine Svetlana Kan, unter anderem in einem Judogewand.

«Das bin nicht ich, ich bin gar nicht auf Facebook», ruft die Hotelaktionärin am Sitzungstisch verwundert aus, als man ihr das Profil zeigt. Sie sei zwar als ehemalige usbekische Meisterin im Eiskunstlauf durchaus sportlich, habe aber keine Ahnung von Judo. Die Frau im Judogewand, die sie übrigens persönlich kenne, sei viel jünger. Sie kenne auch den Erdölminister und dessen Tochter, mit der sie aber nicht identisch sei.

Autorisierte Kurzbiografie

Es ist jetzt Zeit für Svetlana Kans autorisierte Kurzbiografie: Ihre Grossmutter sei aus Korea in die Sowjetunion eingewandert, sie selber sei 1966 in Taschkent im heutigen Usbekistan geboren worden und dort aufgewachsen. Heute sei sie kasachische Staatsbürgerin und Unternehmerin in der früheren Hauptstadt Almaty. Sie habe zwei erwachsene Kinder und sei schon Grossmutter. Geschäfte mache man in ihrer Familie unter anderem mit dem Design von Etiketten. Ihr Vater sei Richter und habe ihr kein Hotel geschenkt.

Svetlana Kan bestreitet nicht, dass sie zu den einflussreichen Kreisen Kasachstans gehört. Aber ihr Reichtum habe Grenzen. «Ich habe für das Palace bezahlt, bis ich nicht mehr konnte», sagt sie. Nur dank der Unterstützung ihrer Familie habe sie diese Krise bis jetzt durchgestanden. Nähere finanzielle Angaben macht sie nicht. «Die Mürrener sehen nur das negative Bild des geschlossenen Hotels. Ich kann nachvollziehen, dass sie mich als Schuldige sehen, aber sie kennen die Details nicht», verteidigt sie sich.

Es könnte auch sein, dass man im Berner Oberland mit diesem negativen Bild von der lokalen Mitverantwortung in der Palace-Story ablenken will. Svetlana Kan erzählt nun eine etwas andere Geschichte als die von der windigen Investorin, die das Palace ins Verderben geritten haben soll.

René C. Jäggis «Perle»

Ihr Bericht beginnt 2007, als sie in Kasachstan den Basler Unternehmer René C.Jäggi getroffen habe. Dieser sei am Aufbau eines Biodiesel-Business interessiert gewesen. Sie habe ihn im Land herumgeführt. Dabei habe er von einem Hotel geschwärmt, das er im Berner Oberland besitze. Es sei eine «Perle». Ob sie nicht in das Haus investieren und mit ihren Beziehungen Kasachstans Highclass nach Mürren holen wolle.

Der heute 67-jährige Macher Jäggi ist damals mit spektakulären, aber bisweilen abrupt endenden Auftritten aufgefallen. Als Vorstandsvorsitzender saniert er den Sportartikelhersteller Adidas, muss aber 1992 weichen. Von 1996 bis 2001 führt Jäggi als Präsident den FC Basel aus der Krise ins neue Stadion und zum Meistertitel. 2002 bis 2005 rettet er den deutschen Bundesligaclub Kaiserslautern vor der Insolvenz, kann aber den Abstieg nicht verhindern.

Sie sei damals interessiert gewesen an einem Investment in der Schweiz, denn diese sei «sicher wie ein Tresor», sagt Svetlana Kan. Sie habe Jäggi in Mürren besucht. 2008 kauft sie ihm das Palace ab. Kaum habe sie den Kaufvertrag unterschrieben, seien Probleme und Schulden aufgetaucht. Und Jäggi rückt ihr verbriefte Geldansprüche in Millionenhöhe nicht heraus. Er fordert von ihr eine Decharge – eine Art Persilschein – für seine früheren Handlungen als Verwaltungsratspräsident des Palace. Svetlana Kan, misstrauisch geworden, weigert sich.

«Ich zahlte und zahlte»

Sie habe das alles nicht richtig verstanden, sagt sie. Aber eines habe sie begriffen: «Ich bezahlte und bezahlte, obwohl das Hotel gut gebucht war.» Hatte sie denn im Palace keine Vertrauensperson? «Ich dachte, dass die Hoteldirektion, Jäggi oder die Treuhänder meine Vertrauensleute seien, aber sie präsentierten mir immer neue Rechnungen», erwidert Svetlana Kan. Weil sie wegen Visumsproblemen öfter abwesend war, habe sie keine Kontrolle über die Vorgänge und Machtkämpfe im Hotel gehabt. Die Treuhänder schliessen das Palace 2009, als Kan ausser Landes ist. Weil nun die Einnahmen ausbleiben, verschärft sich die finanzielle Lage noch. Svetlana Kan stellt fest, dass sie «aus heutiger Sicht zu vielen Leuten zu sehr vertraut» habe.

Der lange Abstieg des Palace

Die Probleme kommen allerdings nicht erst mit Svetlana Kans Einstieg. 2008 ist das Palace längst keine «Perle» mehr. Das 1874 gebaute Grandhotel Des Alpes in Mürren zieht bis in die 1930er-Jahre mit seinem Ballsaal im Belle-Epoque-Stil die Noblesse aus ganz Europa an. Insbesondere Engländer, die Mürrens Ruf als Wintersportort begründeten. Auch nach dem Zweiten Weltkrieg steigen noch illustre Gäste ab: der britische Feldmarschall Montgomery oder Deutschlands Kanzler Konrad Adenauer. Das kleine, autofreie Mürren aber kann bald nicht mehr mithalten mit den Topdestinationen St. Moritz, Davos oder Gstaad.

Ab 1973 mieten die Anhänger des indischen Sektenführers Maharishi Mahesh Yogi das unterbelegte Palace für ihre Sommerkurse. Als die Yogis das Palace kaufen wollen, wehrt sich der Hotelierverein Mürren und sichert sich ein Vorverkaufsrecht. Der Kanton Bern erwirbt das Palace-Areal schliesslich 1976 für 3,1 Millionen Franken. Der Westflügel des Hauses wird abgerissen, an dessen Stelle werden Appartements und ein Sportzentrum gebaut, mit dem der Kanton das Palace und Mürren beleben will.

Die Rechnung wird, wie auch nach anderen bernischen Staatsspritzen in Tourismusregionen, nicht aufgehen. Das 1984 eröffnete Sportzentrum rentiert bis heute nicht. Und als René C.Jäggi das amputierte Palace 1989 übernimmt, balanciert es schon auf dem schmalen Grat zwischen Glanz und Absturz.

Der Deal mit den Timesharern

Auch von einem weiteren Deal will Svetlana Kan erst nach dem Kauf erfahren haben. Um die finanzielle Not des Hotels zu lindern, verkauft Jäggi 1998 Aktien an den spanischen Timesharing-Konzern Anfi, der auf Gran Canaria eine Ferienanlage betreibt.

Das umstrittene Timesharing-Konzept, das vor allem in anglo-amerikanischen Raum boomt, geht so: Mit einer fünfstelligen Anzahlung erwirbt man sich in einer Ferienanlage auf Jahrzehnte hinaus ein Teilzeitwohnrecht für eine definierte Anzahl Wochen pro Jahr. Der Haken: Oft sind die gewünschten Wohnungen in der Hochsaison belegt. Und die trickreichen Timesharing-Langzeitverträge erschweren einen vorzeitigen Ausstieg.

Für das schlecht laufende Palace Mürren aber ist das Geld, das ein paar Dutzend Timeshare-Inhaber im Voraus für noch nicht bezogene Ferien überweisen, eine willkommene Kapitalspritze. Seit das Hotel bankrott und zugesperrt ist, können die Timeshare-Inhaber ihre vorausbezahlten Ferien in den Palace-Zimmern nun aber nicht mehr beziehen.

Es bleibt ihnen noch ein Hebel, um Einfluss zu nehmen. Timesharing-Unternehmen sichern ihre Langzeitansprüche nämlich ab, zum Beispiel durch die Fixierung einer Nutzniessung im Grundbuch. So wird am 12. März 1999 im Grundbuch der Gemeinde Lauterbrunnen der in London domizilierten Gesellschaft namens «Palace Mürren Title Limited (Ltd.)», die die Interessen der Timesharer vertritt, ein Nutzniessungsrecht gewährt – und zwar bis ins ferne Jahr 2041.

Ominöser Grundbucheintrag

Im Grundbuchblatt Nr. 4710 räumt die Alpin Palace AG der Title Ltd. eine Nutzniessung für das ganze Palace-Hotel ein. Die Title Ltd. erhält «das Recht auf den Besitz, den Gebrauch und die Nutzung» der Palace-Immobilien und trägt «keinerlei Unterhaltspflicht». Der ominöse Grundbucheintrag geht selbst Juristen sehr weit. Als Vertreter der Title Ltd. hat damals der Zürcher Anwalt Stefan Schalch den Grundbucheintrag unterschrieben. Heute ist er René C. Jäggis Rechtsvertreter.

Schalch hat seine Dissertation über Timesharing geschrieben und verteidigt den damaligen Grundbucheintrag: Timeshare-Inhaber müssten – gerade für den Fall eines Hotelbankrotts wie in Mürren – eine Sicherheit für ihre Langzeitanzahlung haben. Schalch räumt ein, dass das Timesharing-Modell im Palace leider für beide Seiten kein Erfolg gewesen sei. Die Destination Mürren sei wohl zu unspektakulär, die dortige Winter- wie auch Sommersaison zu kurz.

Der Grundbucheintrag mag als Absicherung seine Berechtigung haben, aber er blockiert die Zukunft des Palace noch auf Jahrzehnte hinaus. Ein Käufer, der das Hotel an der absehbaren Versteigerung erwirbt, muss es mitsamt der bis ins Jahr 2041 dauernden Nutzniessung übernehmen, die kaum bauliche Veränderungen zulässt. Grundbucheinträge sind rechtlich nur schwer anfechtbar. Und die Timesharer dürften ihr Nutzniessungsrecht nur gegen eine hohe Entschädigung abtreten.

Wären der Timesharing-Kenner Stefan Schalch und der Grindelwalder Notar Kaspar Sterchi, der den Grundbucheintrag 1999 beglaubigte, nicht verpflichtet gewesen, René C.Jäggi vor dem Timesharing-Abenteuer zu warnen? «Herr Jäggi hatte damals einen ganzen Beraterstab, und ich bin bloss Kenner des Timesharing-Rechts», verteidigt sich Schalch. «Die Initiative zum Grundbucheintrag kam nicht von mir», erinnert sich Kaspar Sterchi. Er habe sich gedacht, dass das Timesharing-Modell ja vielleicht Abhilfe bei den finanziellen Problemen des Palace schaffe. Leider sei es nicht so gekommen.

René C. Jäggi winkt ab

Kaspar Sterchi und auch andere Palace-Kenner können bis heute kaum glauben, dass Svetlana Kan beim Kauf des Hotels weder von den finanziellen Problemen noch von der Nutzniessung der Timesharer gewusst haben will. Insider haben eine Vermutung, wie sich Svetlana Kans erstaunliche Wissenslücken erklären lassen: Sie hätte gar nicht Palace-Besitzerin werden sollen. Vielmehr habe jemand versucht, sie als Werkzeug und Mittlerin zu missbrauchen. Zum Beispiel für einen spekulativen Weiterverkauf des Hotels. Oder für ein Transaktionsgeschäft in der juristischen Grauzone, zwischen Kasachstan und der Schweiz. Wer wären dann die wahren Drahtzieher? Kasachische Investoren? René C. Jäggi?

Niemand bestätigt solche Mutmassungen. «Die Millionen, die ich investiert habe, sind der Beweis, dass mir das Palace am Herzen liegt», erklärt Svetlana Kan. Und René C. Jäggi? In Mürren munkelt man, am Ende wolle er das Palace wieder ersteigern. In das laufende Konkursverfahren ist jedenfalls auch er involviert. Im Kollokationsplan, der die Forderungen der Gläubiger im Umfang von rund 10 Millionen Franken auflistet, meldet René C. «Jäggi Verluste an – als Timeshare-Eigner. Er war also nicht nur Palace-Inhaber, sondern auch Besitzer von Timeshare-Aufenthaltsrechten im Palace.

Sass Jäggi also quasi auf beiden Seiten des Tischs und gewährte 1999 als Hotelbesitzer den Timesharern, zu denen auch er gehörte, das weitgehende Nutzniessungsrecht im Grundbuch? Anwalt Stefan Schalch dementiert. Jäggi habe erst nach 1999, wie übrigens auch Svetlana Kan, Timeshare-Anteile am Palace-Hotel gekauft. Deshalb habe er nun durch die Schliessung des Palace Verluste zu beklagen.

«Was mit dem Palace passiert ist, tut Herrn Jäggi leid und wurmt ihn», übermittelt Schalch das Bedauern seines Mandanten. Und er lässt mitteilen, Jäggi sei am Palace nicht mehr interessiert.

Spur der Gier und des Geldes

Als ob der Fall des Palace nicht schon verfahren genug wäre, berichtet Svetlana Kan nun noch von früheren Anwälten, Treuhändern und Beratern, die sich mit Ausbauprojekten als Palace-Retter empfahlen. So etwa ein Innerschweizer Wirtschaftsanwalt und Firmenlenker, der Svetlana Kan eine saftige Beraterrechnung schickt, obwohl dessen Mandat nach kurzer Zeit wieder erlosch. Der Mann wird im Kollokationsplan mit einer Forderung von über 200'000 Franken aufgeführt. Solange ein Verfahren laufe, wolle er zum Thema «keine Äusserung machen», lässt er ausrichten.

Für all diejenigen, die für sich etwas aus dem Palace herausholen wollten, gab das Hotel mit seinen 100 Betten zu wenig her. Die Forderungen all der Gläubiger blähen nun aber die Konkursmasse auf. Gescheitert ist das Palace, weil es auf die Spur von Gier und Geld geriet. In die kommerzielle Katastrophe führten auch abgehobenen Träume von einem touristischen Neuaufbruch Mürrens. Im idyllischen Sonnendorf mit der schier überirdischen Bergkulisse kann man offenbar den Bezug zur Realität verlieren.

Das Schweigen von Mürren

Vor dem Regionalgericht Thun werden derzeit die Klagen von Svetlana Kan sowie von Mürren Tourismus gegen den Kollokationsplan behandelt. Dabei geht es auch um die Frage, in welche von drei Gläubigerklassen die Ansprüche eingeteilt werden. Je nachdem erhält ein Gläubiger aus dem Erlös der Versteigerung noch Geld oder steht mit leeren Händen da. Wer jetzt im Palace-Erbstreit noch im Rennen ist, hält sich bedeckt und schweigt. Das Schweigen passt auf eigentümliche Weise zur Stille im autofreien Mürren.

Hinter vorgehaltener Hand räumen Beteiligte ein, dass Svetlana Kan beim Kauf 2008 – angeblich für rund 5 Millionen Franken – wohl getäuscht und nun über Jahre ausgeblutet worden sei, damit das Hotel billig ersteigert werden kann. Wer könnte so eine Strategie verfolgen? «Ich weiss nicht, ob dies zutrifft und wer das sein könnte», sagt Svetlana Kans Anwalt Hugo Feuz diplomatisch. Er fügt an: «Frau Kan ist jedenfalls weiterhin bereit, ihren Teil an die Weiterentwicklung von Mürren zu leisten.»

Die Pleitegeier kreisen

Um das verwaiste Palace-Hotel türmt sich derzeit unberührter Schnee. Nur zum verschlossenen Eingang gibt es einen Trampelpfad. Handwerker betreten mit Genehmigung des Konkursverwalters das Haus ab und zu für Instandhaltungsarbeiten. Vor einem Jahr aber konnte ein pensionierter Zürcher Banker, der lange im Russland-Geschäft tätig war, das Hotel für eine Erkundungstour betreten. Was der Mann erklärt, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will, dürfte in Mürren keine grosse Freude auslösen: Er sondiere für eine Investorengruppe aus Kasachstan und müsse diese informieren, sobald es zur Versteigerung komme.

Die Gruppe habe, leider erfolglos, Svetlana Kan eine Übernahme der Aktienmehrheit angeboten. Seine Auftraggeber hätten zweifellos die Mittel, auch die Timeshare-Inhaber auszuzahlen, sagt der Mann und frohlockt: «Je länger das Hotel leer steht, desto billiger wird es.» Über dem Palace kreisen schon die Pleitegeier.

Literatur: Patrick Feuz (Hrg.): Kronleuchter vor der Jungfrau, Mürren – eine Tourismusgeschichte, Verlag Hier+Jetzt 2014, 284 Seiten mit zahlreichen Fotos.

Erstellt: 01.03.2015, 21:38 Uhr

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