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Das Bloody-Mary-Rätsel ist gelöst

Wissenschaftler haben herausgefunden, warum im Flugzeug alles anders schmeckt.

Wird im Flugzeug besonders gerne konsumiert: Tomatensaft. (iStock)
Wird im Flugzeug besonders gerne konsumiert: Tomatensaft. (iStock)

Luftdruck und Luftfeuchtigkeit wurden bisher dafür verantwortlich gemacht, dass Flugzeugessen einfach anders schmeckt als am Boden. Und dafür, dass man dann manchmal das Bedürfnis nach etwas anderen Speisen und Getränken hat – wie etwa Tomatensaft. Wissenschaftler der US-Universität Cornell haben nun aber für sich beansprucht, den wahren Grund gefunden zu haben – und der hat mit der Luft so ziemlich gar nichts zu tun.

Wie die Lebensmittelwissenschaftler herausfanden, beeinflusst auch die Lautstärke in der Umgebung den Geschmackssinn. War es lauter, dann hatten die getesteten Menschen mehr Lust auf Herzhaftes – genauer auf den Umami-Geschmack (japanisch für «fleischig und herzhaft, wohlschmeckend»).

Während süsse Sachen ihre Süsse verlieren, verstärkt sich der Sinn für Umami in lauten Umgebungen. Der als fünfter Geschmack geltende Umami-Geschmack wird von der Aminosäure Glutamin in besonders proteinhaltigen Speisen ausgelöst und tritt an lauten Orten dann in den Vordergrund. Die drei anderen Geschmacksrichtungen salzig, sauer und bitter werden nicht beeinflusst. Die Autoren der Studie glauben, dass diese neue Erkenntnis vor allem für Fluggesellschaften und die Rezepturen ihrer Menüs von Bedeutung sein werde.

jf/Aerotelegraph.com

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