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Erst ein Selfie, dann der Tempel

Dank Smartphone, Google Maps und Dolmetscher-App trauen sich immer mehr Touristen nach Japan, vor allem aus China und dem Rest Asiens. Doch auch im Westen wird das Land der aufgehenden Sonne immer beliebter.

Unbeholfen trippelt eine junge Frau in Kimono und Zori die steile Gasse zum Kiyomizu-Tempel hoch. Offensichtlich ist sie die Zori, die traditionellen ­Zehensandalen, und die Enge des Kimonos nicht gewöhnt. Ihr Freund filmt sie mit einer kleinen ­Actionkamera auf einem Selfie-Stick. In der andern Hand hält er ein Smartphone, vor seinem Bauch baumelt eine dicke Nikon. Trotz Kälte schwitzt er. Tourismus ist anstrengend.

Das Paar kommt aus Shanghai. Sie seien zum ersten Mal in Japan, sagen sie. Vor dem Glockenturm fotografieren sie sich gegenseitig mit den Handys und schicken die Bilder über Wechat, das chinesische Facebook, sofort an ihre Freunde zu Hause.

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