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Sie befriedigt Bedürfnisse behinderter Männer

Eine Bernerin will die Prostitution für Männer mit einer Behinderung zugänglich machen. Damit stellt die 55-Jährige viele Normen infrage.

Isabelle Kölbl in ihrem Studio nahe Konolfingen: Vor rund fünf Jahren machte sie die  Ausbildung zur Sexualbegleiterin. Mittlerweile hat sie sich von den anderen Anbieterinnen distanziert.
Isabelle Kölbl in ihrem Studio nahe Konolfingen: Vor rund fünf Jahren machte sie die Ausbildung zur Sexualbegleiterin. Mittlerweile hat sie sich von den anderen Anbieterinnen distanziert.
Andreas Blatter
Isabelle Kölbl will die Prostitution für Männer mit einer Behinderung zugänglich machen.
Isabelle Kölbl will die Prostitution für Männer mit einer Behinderung zugänglich machen.
Andreas Blatter
Welche Ideologie hinter dem Projekt steht, zeigt Kölbls Geschichte – und jene eines langjährigen Kunden.
Welche Ideologie hinter dem Projekt steht, zeigt Kölbls Geschichte – und jene eines langjährigen Kunden.
Andreas Blatter
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Daniel* hat in seinem Schrank zwei Stapel Kleider. Einen für den Alltag. Und einen für Isabelle.

Alle sechs Wochen trifft er sie, die Frau, von der er sagt, dass sie ihn verstehe wie kaum ein Mensch auf dieser Welt. Es ist Samstag, 7 Uhr, als Daniel in der Ostschweiz in den Zug steigt und Richtung Bern fährt. Am Bahnhof in Konolfingen wird sie auf ihn warten, wird lächeln und ihn mit einem Kuss begrüssen. Wird ihn mitnehmen in ihr Studio in einem Nachbardorf. Und sie wird ihn verwöhnen, den ganzen Nachmittag lang. Wie viel er ihr für diesen Besuch zahlt, bleibt sein Geheimnis. Für weniges, sagt Daniel, gebe er sein Geld lieber aus.

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