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Mailand schlägt zurück

Im Februar wurden die Mailänder Modewochen von sieben auf drei Tagen gekürzt, weil sich US-«Vogue»-Chefin Anna Wintour nicht mehr Zeit nehmen wollte. Nun will man sich ihr nicht mehr beugen.

Der Präsident der italienischen Modekammer, Mario Boselli, hat gestern in einem Communiqué mitgeteilt, dass die kommenden Modewochen in Mailand wieder länger werden. Im September werden diese vom 22.-28. September durchgeführt – der vollgestopfte Kalender mit 18 Shows am Tag ist Geschichte. In Zukunft will sich die italienische Modebranche nicht mehr von der US-Vogue-Chefin einschüchtern lassen.

Dieser Entscheid kommt zu einem sehr wichtigen Zeitpunkt, denn die Krise hat in Italien im Mode-Sektor grosse Spuren hinterlassen: Seit dem Jahre 2000 sind ein Viertel aller Jobs verloren gegangen und die Exporte sind im letzten Jahr um 15 Prozent zurückgegangen. Die Modeindustrie macht in Italien 4 Prozent des BIP aus und ist deshalb ein wichtiger Industriezweig. Abgesehen vom wirtschaftlichen Aspekt ist Mode ein elementarer Bestandteil der italienischen Kultur, mit grosser Tradition, versteht sich.

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