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Neue Zähne als Feriensouvenir

Neue Zähne, Schönheitschirurgie und Wellness: Besonders Deutsche entdecken den Medizintourismus nach Osteuropa. Doch nicht immer ist billiger auch gleich gut.

Mit 66 Jahren kann Schönheit teuer werden. «Das geht in die Zehntausende», klagt die Berlinerin Dorothea M. Sie lässt sich derzeit aus ästhetischen Gründen das Gebiss sanieren. «Meine Krankenkasse zahlt für die Implantate keinen Cent», sagt die ehemalige Lehrerin, die ihren vollen Namen lieber nicht veröffentlicht sehen möchte. Für die Versicherer ist die Sache klar. «Medizinisch nicht notwendig» seien Behandlungen wie bei Dorothea M., heisst es bei den gesetzlichen Kassen.

An dieser Stelle wittert Ada Krzewicka ihre Chance. Die Polin ist Zahnärztin und leitet zugleich eine Warschauer Agentur für Medizintourismus. Patienten aus Deutschland gehören zu ihren Lieblingskunden. Ihre Zahnklinik betreue seit Jahren «Gesundheitsurlauber» aus dem Nachbarland, sagt Krzewicka und macht Werbung in eigener Sache: «Flug oder Busfahrt, Unterkunft und Übersetzungshilfen, ein touristisches Begleitprogramm und hochwertige Therapien zu unschlagbar günstigen Preisen – all das haben wir im Komplettangebot.»

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