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Vatikan: Ja zur Homo-Ehe ist eine «Niederlage für die Menschheit»

Das katholische Irland legalisierte die Homo-Ehe – der Vatikan sieht die Prinzipien der Kirche verraten.

Der Vatikan ist «sehr traurig», die Iren freuts: Am Wochenende führte Irland die Homo-Ehe ein (23. Mai 2015).
Der Vatikan ist «sehr traurig», die Iren freuts: Am Wochenende führte Irland die Homo-Ehe ein (23. Mai 2015).
Cathal McNaughton, Reuters

Der Vatikan hat das irische Ja zur Homosexuellen-Ehe als «Niederlage für die Menschheit» bezeichnet. «Ich bin sehr traurig über dieses Ergebnis», sagte Kardinal-Staatssekretär Pietro Parolin bei einer Veranstaltung in Rom.

«Die Kirche muss diese Realität berücksichtigen, aber in dem Sinne, ihre Verpflichtung zur Evangelisierung zu stärken», sagte Parolin. «Ich glaube, man kann nicht nur von einer Niederlage der christlichen Prinzipien sondern von einer Niederlage für die Menschheit sprechen», zitierte ihn Radio Vatikan weiter.

Das katholische Irland hatte in einem Referendum am Wochenende für die Ehe für homosexuelle Paare gestimmt. Man müsse alles dafür tun, die Familie zu verteidigen, sagte Parolin, weil sie die Zukunft der Menschheit und der Kirche bleibe.

Der Vatikan will auf einer Familiensynode diesen Oktober auch über in der katholischen Kirche heikle Themen wie den Umgang mit Homosexuellen diskutieren. Viele Gläubige erhoffen sich von Papst Franziskus eine Öffnung in diesen Fragen.

(SDA)

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