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«Zum ersten most, darnach suser, zuletst erst wyn»

Frischer Sauser ist ein wundervoller Genuss zur Zeit der Weinlese. Doch nur selten bieten Weinbauern den Traubenmost im Gärstadium an.

Früher konnte man Traubensaft nur ein paar Tage lang süss trinken, noch kürzer alkoholfrei: Ein Kessel voll mit Blauburgundertrauben. Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)
Früher konnte man Traubensaft nur ein paar Tage lang süss trinken, noch kürzer alkoholfrei: Ein Kessel voll mit Blauburgundertrauben. Foto: Gian Ehrenzeller (Keystone)

Frischer, unpasteurisierter Sauser ist ein wundervoller flüchtiger Genuss zur Zeit der Weinlese. Doch nur noch selten bieten Weinbauern frisch gepressten Traubenmost im anfänglichen Gärstadium an, der Saft ist schlicht zu wertvoll, um nicht in Wein verwandelt zu werden. Pasteurisierter Sauser aus dem Ausland dagegen kostet weniger als einheimischer und lässt sich mehrere Wochen lagern, während der unbehandelte «Suser» weiter gärt, heftige Geschmacksnoten bildet und sich zum sauren Jungwein entwickelt, der in diversen Schritten zu einem Tafelwein vinifiziert wird.

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