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Wie im Himalaja

Zu Fuss um den Grand Combin: Das Gebirgsmassiv zwischen dem Wallis und dem italienischen Aostatal ist eine wilde, romantische Alternative zu den viel begangenen Bergtouren um den Mont Blanc.

Der Prospekt der Tour des Combins empfiehlt, in Bourg-St-Pierre zur ersten Etappe zu starten, der letzten Walliser Gemeinde vor der Passhöhe des Grossen St. Bernhard. Aber es gibt gute Gründe, den 4314 Meter hohen Grand Combin vom Val de Bagnes her zu umwandern. Der 73-jährige Hilaire Dumoulin ist einer. Der «Bagnard», wie hier die Einheimischen heissen, präsidiert den Verein, der die Tour des Combins in der heutigen Form 1996 initiierte.

Auf der Krone der Staumauer des Mauvoisin-Sees erzählt Dumoulin von seiner Kindheit: «Ich trieb als Hirtenbub das Vieh durch dieses enge Tal auf die Alp, als die Kraftwerksgesellschaft 1951 mit dem Bau der Talsperre begann.» Danach gab es für die Viehhirten bis zur Eröffnung der Stauanlage im Jahr 1958 kein Durchkommen mehr: Während die Talsperre wuchs, überschwemmten die gestauten Wasser die alten Alpwege. Die Baugeschichte der zweithöchsten Bogenstaumauer der Welt erzählt eine Fotoausstellung, die kürzlich in einem Transportstollen eröffnet wurde. 1000 Arbeiter, vorwiegend Italiener, assen und schliefen in einem Barackendorf unterhalb der Staumauer. Das Hotel Mauvoisin blieb davon übrig.

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