Leben in der Bäbistube

«Small House Movement» heisst eine neue Bewegung in den USA. Was das soll, was es kostet – und wie die begehrten Objekte aussehen.

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Je grösser, desto besser: Für viele Amerikaner ist dies das Lebensmotto. Doch im Land der unbegrenzten Möglichkeiten scheint ein Umdenken stattzufinden. Das «Small House Movement» erlebt seit der Finanz- und Immobilienkrise grossen Zuwachs. Eine Konferenz dazu, die jüngst in der Stadt Charlotte angekündigt wurde, war innert Kürze ausgebucht.

Das sogenannte Downsizing der Wohnfläche auf maximal 50 Quadratmeter soll nicht nur Kosten reduzieren, sondern auch den ökologischen Fussabdruck durch umweltfreundliche Baustoffe, geringen Energiebedarf und eine kleinere verbaute Fläche verringern. Manche Minihäuser sind so gebaut, dass sie von ihrem Bewohner beim Umzugstermin ganz einfach von Ort zu Ort transportiert werden können – ein modernes Schneckenhaus quasi.

Laut einem «Forbes»-Bericht sind jedoch die «tiny houses» proportional zu ihrer Wohnfläche im Vergleich zu normalen Häusern ziemlich teuer. So kostete zum Beispiel das Model Cypress 20 von Tumbleweed rund 416 US-Dollar pro Quadratfuss (entspricht ungefähr 4485 Dollar pro Quadratmeter) – und dies wohlgemerkt ohne Land, auf dem man sein Eigenheim abstellen kann. Im Schnitt zahlt man in den USA 127 Dollar pro Quadratfuss (1361 Dollar pro Quadratmeter). Der hohe Preis ist laut Herstellern den teuren, geschrumpften Utensilien wie Backofen, Wasserboiler, Kühlschrank und Toilette geschuldet. Dennoch ist absolut gesehen ein Minihaus um einiges günstiger zu haben als ein neues Haus. So haben Amerikaner nun die Möglichkeit, sich ein Eigenheim für rund 23'000–60'000 Dollar zu kaufen und auf grosse Schulden zu verzichten.

Eine Führung durch das Model Cypress 20. (Video: Youtube/Tumbleweed Houses)

Die Anhänger der Minihaus Bewegung wollen auf Überflüssiges verzichten, ihr Umweltbewusstsein fördern und in gesunden finanziellen Verhältnissen leben. Viele Fans der «tiny houses», wie zum Beispiel Andrew und Gabriella Morrison, haben ihr Domizil selbst gebaut und so noch mehr Kosten gespart.

Andrew Morrison führt uns durch sein Minihaus Marke Eigenbau. (Video: Youtube/Gabriella Morrison) (jym)

Erstellt: 07.08.2014, 13:58 Uhr

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