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Der Gelochte ist zurück

Der Landi-Stuhl von Hans Coray hat eine bewegte Geschichte: wechselnde Hersteller, Rechtsstreitigkeiten, Unterbrüche bei der Produktion. Pünktlich zum 75-Jahr-Jubiläum der Landesausstellung ist er wieder da.

Der Designer und sein Klassiker: Hans Coray gewann 1938 einen Wettbewerb für ein Stuhlmodell, von dem 1500 Stück im Ausstellungsgelände der «Landi» 1939 verteilt werden sollten.
Der Designer und sein Klassiker: Hans Coray gewann 1938 einen Wettbewerb für ein Stuhlmodell, von dem 1500 Stück im Ausstellungsgelände der «Landi» 1939 verteilt werden sollten.
Roland Beck
Der Landi-Stuhl gilt als Vorreiter moderner Aluminiumstühle. Als typisches Beispiel des Industriedesigns wurde er 1959 mit der Auszeichnung «Die gute Form» geehrt. Der Stuhl ist ...
Der Landi-Stuhl gilt als Vorreiter moderner Aluminiumstühle. Als typisches Beispiel des Industriedesigns wurde er 1959 mit der Auszeichnung «Die gute Form» geehrt. Der Stuhl ist ...
Florian Böhm / Marc Eggimann © Vitra
... auf die ursprüngliche Schalenform und Detaillierung zurückgeführt und an heutige Normen angepasst wurde.
... auf die ursprüngliche Schalenform und Detaillierung zurückgeführt und an heutige Normen angepasst wurde.
Florian Böhm / Marc Eggimann © Vitra
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Dem Landi-Stuhl erging es 1939 ähnlich wie dem Hafenkran heute: Er polarisierte. Die intellektuelle Elite, Architekten und Künstler, war begeistert vom kühlen Gartenmöbel mit den 91 Löchern – ein kühner Wurf! Doch die Mehrheit der Besucher spottete: Ein Stuhl mit ­Löchern, so ein Käse! Dann doch lieber echten Emmentaler. Der ­Ärger über die «abscheulichen Aluminiumstühle» fand sogar Eingang ins «Goldene Buch der Landesausstellung 1939».

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