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Zu viel nackte Haut ist schlecht für das Geschäft

Bei 30 Grad Celsius ist der Wunsch nach lockerer Kleidung gross. Doch gerade bei der Arbeit schadet zu viel nackte Haut dem Image. Denn die Angestellten sind die Visitenkarten jeder Firma, wie eine Stilberaterin erklärt.

Bei 30 Grad Celsius ist der Wunsch nach lockerer Kleidung gross. Doch gerade bei der Arbeit schadet zu viel nackte Haut dem Image.
Bei 30 Grad Celsius ist der Wunsch nach lockerer Kleidung gross. Doch gerade bei der Arbeit schadet zu viel nackte Haut dem Image.
Max Spring
Für die Mitarbeiter der Stadt Bern gilt es ‹gepflegte› und ‹angepasste› Kleidung zu tragen, wie Stadtschreiber Jürg Wichtermann erklärt. «Wir erwarten von unseren Mitarbeitern, dass sie auch im Sommer korrekt angezogen sind.» Ein entsprechendes Kleidungsdekret gebe es zwar nicht. Dennoch habe es wegen der Kleidung bisher kaum Probleme gegeben in der Stadtverwaltung. «Wir mussten in Einzelfällen jüngere Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter darauf hinweisen, dass zum Beispiel ein enges Trägershirt nicht geeignet ist, wenn man Kontakt mit den Bürgern hat», so Wichtermann. Wer nicht direkten Kundenkontakt habe, dürfe im Sommer auch in kurzen Hosen und lockerem T-Shirt  zur Arbeit erscheinen. Wichtermann: «Wenn  die Kleidung gepflegt ist, ist das in Ordnung.»Beim Tiefbauamt oder bei Stadtgrün tragen die Mitarbeitenden spezielle Arbeitskleidung. Diese ist im Sommer  lockerer. «Die Funktionalität steht im Vordergrund. Für die Arbeit in Gärten ist Tenüerleichterung natürlich eher möglich als zum Beispiel bei der Feuerwehr», so Wichtermann.
Für die Mitarbeiter der Stadt Bern gilt es ‹gepflegte› und ‹angepasste› Kleidung zu tragen, wie Stadtschreiber Jürg Wichtermann erklärt. «Wir erwarten von unseren Mitarbeitern, dass sie auch im Sommer korrekt angezogen sind.» Ein entsprechendes Kleidungsdekret gebe es zwar nicht. Dennoch habe es wegen der Kleidung bisher kaum Probleme gegeben in der Stadtverwaltung. «Wir mussten in Einzelfällen jüngere Mitarbeiterinnen oder Mitarbeiter darauf hinweisen, dass zum Beispiel ein enges Trägershirt nicht geeignet ist, wenn man Kontakt mit den Bürgern hat», so Wichtermann. Wer nicht direkten Kundenkontakt habe, dürfe im Sommer auch in kurzen Hosen und lockerem T-Shirt zur Arbeit erscheinen. Wichtermann: «Wenn die Kleidung gepflegt ist, ist das in Ordnung.»Beim Tiefbauamt oder bei Stadtgrün tragen die Mitarbeitenden spezielle Arbeitskleidung. Diese ist im Sommer lockerer. «Die Funktionalität steht im Vordergrund. Für die Arbeit in Gärten ist Tenüerleichterung natürlich eher möglich als zum Beispiel bei der Feuerwehr», so Wichtermann.
Urs Baumann
In der Schweizer Armee gibt es klare Verhältnisse. Im Reglement 51.009 d steht geschrieben, was ein korrektes Tenü ist. Zentraler Punkt ist dabei die Einheitlichkeit. Alle Angehörigen eines Verbandes am gleichen Standort tragen  in der Regel ein einheitliches Tenü.  «Über eine allfällige Tenüerleichterung entscheidet der vorgesetzte Kommandant», erklärt  Kirsten Hammerich, Sprecherin des Heeres. Das Tenü kann – je nach Witterung, Tätigkeit und Ausrüstung – einfach aus  Kampfstiefeln,  Kämpferhose und  T-Shirt bestehen. Im Ausgang können die Soldaten bei extremen Temperaturen auf Kittel und  Krawatte verzichten.  Grundsätzlich wird das Tenü im Tagesbefehl festgelegt.
In der Schweizer Armee gibt es klare Verhältnisse. Im Reglement 51.009 d steht geschrieben, was ein korrektes Tenü ist. Zentraler Punkt ist dabei die Einheitlichkeit. Alle Angehörigen eines Verbandes am gleichen Standort tragen in der Regel ein einheitliches Tenü. «Über eine allfällige Tenüerleichterung entscheidet der vorgesetzte Kommandant», erklärt Kirsten Hammerich, Sprecherin des Heeres. Das Tenü kann – je nach Witterung, Tätigkeit und Ausrüstung – einfach aus Kampfstiefeln, Kämpferhose und T-Shirt bestehen. Im Ausgang können die Soldaten bei extremen Temperaturen auf Kittel und Krawatte verzichten. Grundsätzlich wird das Tenü im Tagesbefehl festgelegt.
zvg
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Wenn das Quecksilber im Thermometer auf 30 Grad oder höher steigt, verdrängt der Wunsch nach lockerer Kleidung manchmal das Stilbewusstsein. Auch am Arbeitsplatz. Die Ärmel werden hochgekrempelt, Krawatten gelockert, einige tragen kurze Hosen oder Sandalen. Bei manchen Unternehmen gibt es strikte Kleidungsrichtlinien, an anderen Orten wird der Dresscode lockerer gehandhabt (siehe Beispiele in der Bildstrecke). Aber auch in Unternehmen, die ihren Mitarbeitern keine direkten Vorschriften machen, wird in der Regel «korrekte» Kleidung erwartet. Doch was gilt als korrekte Kleidung an heissen Sommertagen wie heute?

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