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Lehman-Opfer: Die CS könnte haften

Geht Lehman alle an? Eine Kundin demonstriert vor dem Lehman-Brothers-Hauptsitz in New York.

Herr Fischer, zahllose Kleinanleger haben auf Rat ihrer Bank Papiere von Lehman Brothers gekauft – und jetzt alles verloren. Haben die Kunden eine Chance, wenn sie rechtlich gegen ihre Schweizer Bank vorgehen?

Wichtig ist also, ob die Lehman-Papiere 2006 oder 2008 ins Depot kamen?

Viele Kunden kauften ihre Papiere zwar schon vor Jahren, sie ärgern sich aber, dass ihre Bank sie nie warnte. Vereinzelte riet sie sogar kurz vor dem Lehman-Konkurs von einem Verkauf ab.

In den Prospekten der Schweizer Banken wurde herausgestrichen, die Lehman-Papiere hätten «Kapitalschutz». Begründet dies eine Mitverantwortung der Schweizer Bank?

Ist das Wort «Kapitalschutz» also nicht gleich dehnbar wie «frisch» beim Gemüsehändler oder «neu!» beim Waschmittel?

Die Banken können noch ein Argument anführen: In den allgemeinen Vertragsbedingungen unterschreibt man, dass die Bank nur für «grobes Verschulden» haftet.

Sind die Anleger zu naiv?

Es gibt Kunden, die mehr als die Hälfte ihres Geldes in Lehman-Produkten hatten – das Risiko wurde fast nicht gestreut. Sehen Sie hier eine Mitverantwortung der Bank?

In den USA wären bereits die ersten Sammeklagen eingereicht worden. Gibt es in der Schweiz für die Anleger eine Möglichkeit, sich in einem Prozess zusammenzuschliessen.