Zum Hauptinhalt springen

Kolumne von Tamara FunicielloLieber anonymer Mann …

Frauen fühlen sich nicht sicher in dieser Gesellschaft. Damit sich das ändert, müssen die Männer ihr Verhalten ändern. Gerade auch diejenigen, die das Problem nicht bei sich orten.

«Wir lassen uns von Freundinnen orten, telefonieren, tun so, als würden wir telefonieren»: Frauen sind und fühlen sich nicht sicher in unserer Gesellschaft.
«Wir lassen uns von Freundinnen orten, telefonieren, tun so, als würden wir telefonieren»: Frauen sind und fühlen sich nicht sicher in unserer Gesellschaft.
Foto: Getty Images

Diese Woche sind die Zahlen der Kriminalstatistik rausgekommen. Die Gewalt gegen Frauen und Kinder hat im Jahr 2020 zugenommen. Mindestens 14 Vergewaltigungen pro Woche, mindestens 22% mehr Tötungsversuche im Bereich häusliche Gewalt, jede zweite Woche eine Tötung. Opfer davon sind zum allergrössten Teil Frauen.

2021 hat nicht besser begonnen. In den letzten elf Wochen wurden in der Schweiz zehn Frauen getötet. Ermordet – von ihren Partnern oder Ex-Partnern. Femizide, also Morde an Frauen, die getötet wurden, weil sie Frauen sind, sind aber nur die Spitze der Gewaltepidemie, die Frauen erleben. Sexuelle Belästigung, sexualisierte Gewalt, Diskriminierung – all das gehört zum Alltag von Frauen. Frauen sind und fühlen sich nicht sicher in unserer Gesellschaft.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.