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Interview mit «Arschloch-Faktor»-AutorLohnt es sich, manchmal ein Ekel zu sein?

Stanford-Professor Robert Sutton hat über den «Arschloch-Faktor» geschrieben. Er erklärt, wie man mit schwierigen Arbeitskollegen klarkommt.

«Fieses Verhalten ist ansteckend»: Autor Robert Sutton.
«Fieses Verhalten ist ansteckend»: Autor Robert Sutton.

In Kalifornien ist es neun Uhr und Robert Sutton, Organisationsforscher an der Stanford University, sitzt frisch und gut gelaunt vor der Webcam in seinem Büro. Technische Fragen, bevor es losgeht. Läuft das Aufnahmegerät? «Ich nehme es auch auf, dann haben Sie ein Back-up», sagt er. Wie hilfsbereit. Wenn doch nur alle Menschen so wären, denen man bei der Arbeit begegnet. Und Sutton ist der Richtige, um über dieses Thema zu reden.

Entschuldigen Sie bitte diesen uncharmanten Einstieg in unser Gespräch: Sind Sie ein Arschloch, Herr Sutton?

Robert Sutton: Oh, die Frage höre ich oft. Kein Arschloch gibt zu, eines zu sein, also erwarten Sie bitte keine ehrliche Antwort von mir (lacht). Aber im Ernst: Wir neigen dazu, Arschlochhaftigkeit als einen Persönlichkeitszug zu betrachten. Aber jeder kann zum Arschloch werden, zumindest zeitweise unter bestimmten Umständen.

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