Zum Hauptinhalt springen

TV-Kritik «Tatort»Männer im Krieg

Heimgekehrt aus der Haft, will ein Ex-Manager sich sein früheres Leben zurückholen – und stösst eine Gewaltspirale an. Ein «Tatort» ohne Firlefanz.

Mit Tunnelblick: Barnaby Metschurat als Oliver Manlik will eine Entschädigung und sein früheres Leben zurück. Die Kommissare Lannert (Richy Müller, hinten links) und Bootz (Felix Klare) sind ihm auf der Spur.
Mit Tunnelblick: Barnaby Metschurat als Oliver Manlik will eine Entschädigung und sein früheres Leben zurück. Die Kommissare Lannert (Richy Müller, hinten links) und Bootz (Felix Klare) sind ihm auf der Spur.
Fotos: Benoît Linder (SWR)

Die Tür geht auf, strahlende Menschen stehen mit Blumensträussen in der Ankunftshalle des Flughafens. Doch auf Oliver Manlik wartet keiner. Ausser wir «Tatort»-Zuschauer. Denn Barnaby Metschurat ist eine Wucht, wie er da als Manlik mit feinem Lächeln in sein neues, altes Leben tritt mit akkurat rasiertem Kopf, unauffällig wie das bescheidene Gepäck, mit dem er nach drei Jahren US-Gefängnis heimkehrt.

Das Gepäck auf seiner Seele wiegt dafür umso schwerer. Man hat dem ehemaligen Top-Manager eines Stuttgarter Autozuliefer-Betriebs – was sonst in der Schwabenmetropole! – ein Unrecht getan. Und das brennt in seiner Brust, als sei er Ben Hur. Der Titel des neuen «Tatorts» legt noch eins drauf: «Der Welten Lohn».

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.