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Rekurs beim Bezirksrat Zürich«Märlistunde bei André»: Protest gegen Abstimmungs-Comic

Der Gestaltungsplan Thurgauerstrasse werde in der Zürcher Abstimmungszeitung schönfärberisch dargestellt, kritisieren die Gegner des Grossprojekts.

Die Visualisierung der geplanten Überbauung an der Thurgauerstrasse beschreibt die Stadt Zürich als «Vision» beziehungsweise als «Stimmungsbild».
Die Visualisierung der geplanten Überbauung an der Thurgauerstrasse beschreibt die Stadt Zürich als «Vision» beziehungsweise als «Stimmungsbild».
Illustration: Matthias Gnehm

Zwar sitzt der ehemalige AL-Gemeinderat Niklaus Scherr längst nicht mehr im Parlament, seine Scharfzüngigkeit hat er jedoch nicht verloren. In seinem jüngsten Blogeintrag schimpft der 76-Jährige über die «Märlistunde bei André». Er bedient sich am Bonmot des ehemaligen Bundeskanzlers Helmut Schmidt, der gesagt hat «Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen» und schreibt: «Hoffen wir, dass sich der Bezirksrat als kundiger Arzt erweist, der André von seinen Verdichtungs-Visionen heilt.»

In Rage gebracht hat Scherr eine Visualisierung zum Gestaltungsplan Thurgauerstrasse von Stadtrat André Odermatts Hochbaudepartement, über den am 29. November abgestimmt wird. Publiziert ist sie in der Abstimmungszeitung, die als PDF bereits online aufgeschaltet ist. Geht es nach Scherr, seinem AL-Kollegen Andreas Kirstein und Christian Häberli von der IG Grubenacker, so soll die Abstimmungszeitung so nicht gedruckt und schon gar nicht an die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger versendet werden. Sie haben beim Bezirksrat einen Stimmrechtsrekurs eingereicht und verlangen, dass die Illustration aus der Abstimmungszeitung entfernt wird, bevor sie gedruckt und versendet wird. Falls dies zeitlich nicht mehr möglich sei, soll der Stadtrat der Zeitung einen Korrekturhinweis beilegen und wenn das auch nicht mehr geht, im städtischen Amtsblatt eine Mitteilung veröffentlichen.

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