TV-Konsum nimmt weiter zu

Deutschschweizer sitzen im Schnitt täglich 131 Minuten vor dem Fernseher. In der italienischen Schweiz schaut man noch länger TV. Eine Zunahme gibt es auch beim zeitversetzten Fernsehen.

Ein Fünftel der Deutschschweizer zwischen 15 und 29 Jahren schauen zeitversetzt TV: Ein Junge drückt die Fernbedienung. 
(Archivbild)

Ein Fünftel der Deutschschweizer zwischen 15 und 29 Jahren schauen zeitversetzt TV: Ein Junge drückt die Fernbedienung. (Archivbild) Bild: Laurent Gillieron/Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Schweizer Bevölkerung schaut gerne Fernsehen: Die TV-Nutzung hat bisher in diesem Jahr täglich bis zu drei Stunden betragen. Mit 182 Minuten pro Tag ist die «Svizzera italiana» Spitzenreiter. Das sind nochmals etwa 20 Minuten mehr als im zweiten Semester des vergangenen Jahres.

Die Deutschschweizer konsumierten im Durchschnitt täglich 131 Minuten und die Westschweizer 153 Minuten – beide rund 12 Minuten mehr als im letzten Semester. Dies zeigen die Zahlen des ersten Semesters 2016, wie das Forschungsinstitut Mediapulse heute mitteilte.

Ausserdem stiegen die Reichweiten im Vergleich zu den Vorsemestern leicht an. Das Medium TV erreicht in den Deutschschweiz eine Tagesreichweite von 66,9 Prozent, in der Westschweiz 68,3 Prozent und in der italienischsprachigen Schweiz 77,8 Prozent.

Zeitversetzte TV-Nutzung immer beliebter

Der Anteil der zeitversetzten TV-Nutzung nahm ebenfalls zu. Rund ein Fünftel (20,1 Prozent der Gesamtnutzung) der Deutschschweizer zwischen 15 und 29 Jahren schauen zeitversetzt TV. In der Westschweiz beträgt der Anteil dieser Gruppe an zeitversetzter Nutzung bereits 21,9 Prozent.

Betrachtet man die zeitversetzte Nutzung aller Personen ab 3 Jahren, dann unterscheiden sich die drei Sprachregionen kaum voneinander. Sie beträgt zwischen 11,9 und 12,9 Prozent am Anteil der gesamten Fernsehnutzung.

In der Deutschschweiz wird nach wie vor am häufigsten SRF 1 (Marktanteil 19,2 Prozent) geschaut, gefolgt von SRF 2 (10,6 Prozent), RTL (6,0 Prozent) und ZDF sowie ARD (je 5,2 Prozent).

Die Stiftung Mediapulse ist unabhängig und misst im Auftrag des Bundes die offiziellen Kennwerte der Radio- und TV-Nutzung in der Schweiz. (nag/sda)

Erstellt: 13.07.2016, 11:34 Uhr

Artikel zum Thema

Konsumieren ja, besitzen nein

Die Schweizer haben 2014 mehr Geld für Medien ausgegeben. Besonders beliebt sind Streaming- und Abomodelle. Mehr...

Der Stoff, der uns zusammenhält

Seit TV-Empfang auch via Internet möglich ist, schwindet die Bedeutung des Fernsehens als Leitmedium für Information und Unterhaltung. Mehr...

Die getrennte Welt der Sofasportler

Ältere Fernsehzuschauer lieben den Schneesport, jüngere bevorzugen Fussball und Formel 1. Dies zeigt eine Erhebung des Schweizer Fernsehens für den «Tages-Anzeiger». Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Abo

Abo Digital - 26 CHF im Monat

Den Tages-Anzeiger unbeschränkt digital lesen, inkl. ePaper. Flexibel und jederzeit kündbar.
Jetzt abonnieren!

Kommentare

Blogs

Sweet Home Die besten Orte für eine neue Ordnung

Geldblog Bei GAM fliessen weiterhin Vermögen ab

Newsletter

Der ideale Start in den Tag

Sie wollen täglich die besten Beiträge aus der Redaktion?
Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter «Der Morgen».

Die Welt in Bildern

Ganz schön angeknipst: Ein Mitglied des Bingo Zirkus Theater steht anlässlich des 44. internationalen Zirkusfestivals in Monte Carlo auf der Bühne. (16. Januar 2020)
(Bild: Daniel Cole ) Mehr...