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Skandal in der HerzchirurgieMaisano entlastet, weil sich ein Toter nicht beschwert hatte

Das Wohl der Patienten sei nicht gefährdet gewesen, betonte das Universitätsspital Zürich (USZ) bisher in der Affäre um den Klinikchef. Recherchen zeigen jetzt, wie dieses Fazit aus verschiedenen Gründen zu kurz greift.

Eine Alternative? Statt konventioneller Eingriffe erfolgten Implantationen mit nicht zertifizierten Produkten.
Eine Alternative? Statt konventioneller Eingriffe erfolgten Implantationen mit nicht zertifizierten Produkten.
Foto: Reuters

Der 79-jährige Patient kommt im Frühling 2018 ins Zürcher Universitätsspital (USZ). Er soll an der Klinik für Herzchirurgie einen Mitraclip erhalten. Dabei handelt es sich um ein zertifiziertes Implantat, mit dem seine undichte Herzklappe wieder richtig schliessen soll. Es ist ein etablierter Eingriff, der Patient wäre dafür «gut geeignet», wie der zuweisende Arzt festgehalten hat. Doch dann erfolgt ein plötzlicher Strategiewechsel. Der Mann erhält stattdessen ein völlig neuartiges Implantat. Drei Wochen später ist er tot.

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