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Interview mit Martin Suter und Benjamin von Stuckrad-Barre «Man darf auch mal mit der Limo reisen»

Der Schweizer und der deutsche Schriftsteller unterhalten sich in ihrem neuen Buch über Mahnungen, Glitzer und LSD. Ein Gespräch über Kunst, Krise und den schön gefilterten Spielplatz Instagram.

Martin Suter und Benjamin von Stuckrad-Barre bei einem Interviewtermin im November.
Martin Suter und Benjamin von Stuckrad-Barre bei einem Interviewtermin im November.
Foto: Philipp Schmidt («Der Spiegel»)

Sie haben sich in Badehosen kennen gelernt. Was macht man mit Armen und Händen? Vor dem nackten Oberkörper verschränken?

Martin Suter: Die Männerbadehosen haben heute alle Taschen.
Benjamin von Stuckrad-Barre: Martin und ich sind beide eher nicht Typ Speedo.

Warum haben Sie sich vorgestellt, Herr Suter?

Suter: Ich habe ihn gesehen und erkannt und wusste, dass wir Kollegen sind. Ich konnte ja nicht davon ausgehen, dass er mich kennt.

Das ist untertrieben!

Stuckard-Barre: Stark untertrieben!
Suter: Für mich war das ganz normal. Wir sind im gleichen Hotel, am gleichen Strand und begrüssen uns nicht?
Stuckard-Barre: Ich hätte mich das nicht getraut. Aber dann konnten wir zum Glück sehr viel überspringen, eben weil wir die Badehose anhatten. Wir standen also so lachhaft bekleidet herum, teilten diese Peinlichkeit, was uns sogleich aufs Innigste miteinander verband. Zwei Stunden standen wir da vor meinem Strandkorb und haben uns sofort wunderbar unterhalten. Und weil wir beide das Leben als Grundlage fürs Schreiben betrachten, war es logisch, das fortzuführen – und irgendwann Text werden zu lassen. Das Kennenlernen war ja bereits eine Art Theaterstück.

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