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Interview mit Marjane Satrapi«Man hat mit ihr radioaktive Zahnpasta verkauft»

Marjane Satrapi (l.) bei den Dreharbeiten zu «Radioactive». Rosamund Pike (r.) spielt Marie Curie.

Bereits in Ihrem autobiografischen Comic «Persepolis» schreiben Sie, dass Sie als Kind sein wollten wie Marie Curie. Woher kommt diese Faszination?

Von meiner Mutter. Es war ihr wichtig, dass ich eine starke, eigenständige Frau werde, und Madame Curie war ein Beispiel, das sie immer wieder nannte. Ich war gut in Naturwissenschaft, und Curie war auch im Iran eine bekannte Figur. Sie und Simone de Beauvoir waren meine Vorbilder.

Und dann wurden Sie für «Radioactive» angefragt?

Mein Agent hat mir das Drehbuch geschickt. Eigentlich mag ich keine Biopics, sie haben etwas Verstaubtes. Aber dieses Skript war originell: Es erzählt nicht nur die Lebensgeschichte von Curie, sondern springt immer wieder in die Zukunft, um zu zeigen, was dank ihren Entdeckungen entstanden ist – von der Strahlentherapie gegen Krebs bis zur Atombombe. Deshalb wollte ich den Film unbedingt machen.

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