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Interview mit einer Penthouse-Crasherin«Man sieht von dort oben, dass die Erde rund ist»

Die Künstlerin Andi Schmied hat sich als Multimillionärin verkleidet und sich Penthouses in New Yorker Luxus-Hochhäusern zeigen lassen, sie fotografiert – und dabei viel über Immobilien und ihre Bewohner gelernt.


Falls Sie die Lokalität interessiert, bitte sehr: Cetra Ruddy’s One Madison, New York. Preis auf Anfrage. Reicher Ehemann als Voraussetzung.

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Foto: Andi Schmied

Wie kamen Sie auf die Idee zu diesem Projekt?

2016 war ich für ein dreimonatiges Künstlerstipendium in New York. In der Skyline fielen mir all diese superhohen neuen Türme auf, einige höher als das Empire State Building. Ich dachte, ich würde gern mal die Aussicht von da oben sehen. Doch das geht nicht. Das sind keine öffentlichen Gebäude, sie beherbergen Luxusapartments, da kommen nur Superreiche rauf.

Das hat Ihren Sportsgeist geweckt?

Ich habe Architektur studiert. Diese Art Luxusarchitektur läuft allem zuwider, an das ich glaube. Alles muss immer neu sein, noch grösser, schicker, teurer. Es ist eine wahnsinnige Verschwendung. Hinzu kommt, dass Raum immer politisch ist: Wer hat zu welchem Raum Zugang? Zu diesen Türmen hat nur ein winziger Club Zutritt. Für alle anderen ist es eine verschlossene Welt, die auch geheim bleiben soll. Man möchte dort unter sich sein. Niemand soll eindringen.

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