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Interview zur Mitbestimmung in Firmen«Manche Mitarbeiter lehnten sich danach zurück»

Weniger Hierarchie, mehr Selbstverantwortung: Das Reisebüro Globetrotter hat diesen Weg gewählt. Hermann Arnold, Pionier in demokratischer Unternehmensführung, erklärt, warum das nicht immer funktioniert.

Hermann Arnold liess seinen Nachfolger von den Angestellten zum Chef wählen.
Hermann Arnold liess seinen Nachfolger von den Angestellten zum Chef wählen.
Foto: PD

Die Mitarbeiter-Wahlen bei Globetrotter geben zu reden. Beim St. Galler IT-Unternehmen Haufe-umantis wurden der Firmenchef und die Geschäftsleitung jahrelang demokratisch gewählt. Warum sind Sie als Pioniere wieder davon abgekommen?

Die Wahlen hatten nicht mehr den gleich positiven Effekt wie in den ersten Jahren. Als ich 2013 als Gründer die operative Leitung abgab und den ehemaligen Praktikanten Marc Stoffel als Nachfolger vorschlug, führte das zu sehr engagierten Diskussionen im ganzen Unternehmen. Sonst reagiert die Belegschaft ja oft mit Ablehnung auf einen neuen Chef, hier wollten alle, dass er Erfolg hat, weil sie ihn gewählt hatten.

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