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WM-Mitfavorit liefert abHirschi ersprintet sich in Imola Bronze

Der Berner kann die in ihn gesteckten Erwartungen erfüllen und holt sich im Strassenrennen Rang 3. Weltmeister wird Julian Alaphilippe.

Musste in den letzten Minuten arg beissen, wurde aber dafür mit Edelmetall belohnt: der Schweizer Marc Hirschi.
Musste in den letzten Minuten arg beissen, wurde aber dafür mit Edelmetall belohnt: der Schweizer Marc Hirschi.
Foto: Foto-net 
Für ihn ging alles auf: Julian Alaphilippe löste sich auf dem letzten Streckenabschnitt von den anderen Favoriten und quälte sich zu Gold.
Für ihn ging alles auf: Julian Alaphilippe löste sich auf dem letzten Streckenabschnitt von den anderen Favoriten und quälte sich zu Gold.
Foto: Keystone
Nicht belohnt: Der Slowene und Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar versuchte es 40 Kilometer vor dem Ende mit einer Solo-Flucht, wurde aber wenig später wieder eingeholt.
Nicht belohnt: Der Slowene und Tour-de-France-Sieger Tadej Pogacar versuchte es 40 Kilometer vor dem Ende mit einer Solo-Flucht, wurde aber wenig später wieder eingeholt.
Foto: Keystone
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Es ist ein Finale, so hochklassig, wie man sich das erhofft, erträumt hat: Als das WM-Rennen das allerletzte Mal die schwere Steigung von Gallisterna hochführt, sind es nur noch die ganz grossen Namen, die da vorne das Rennen unter sich ausmachen. Und es ist Marc Hirschi, der 22-jährige Schweizer, der mit seinem Antritt die grosse Selektion herbeiführt.

Als er aus dem Sattel geht, können ihm nur noch sieben Fahrer folgen. Michal Kwiatkowski setzt eine weitere Attacke. Und als alle schon froh sind, die Steigung geschafft zu haben, setzt Julian Alaphilippe noch einen drauf, eine Attacke, wie sie fast nur er beherrscht.

Ganz knappe Sache

Weil hinter ihm nur noch Titelanwärter fahren, will keiner für die anderen arbeiten, Alaphilippe profitiert auf diesen letzten 12 leicht abfallenden Kilometern davon und gewinnt solo, als erster Franzose seit 1997 und Laurent Brochard.

Dahinter ersprintet sich Wout Van Aert souverän Silber, zwischen Marc Hirschi und Michal Kwiatkowski, dem Weltmeister von 2014, wird es aber sehr knapp: Es sind keine zehn Zentimeter, die letztlich zugunsten des Ittigers sprechen.

Am Ende entschieden wenige Zentimeter über Bronze: Marc Hirschi setzt sich vor Michal Kwiatkowski durch.
Video: SRF

Wieder gewinnt ein Schweizer Bronze: 2019 in Yorkshire war es Stefan Küng, nun Hirschi. Es ist aus Schweizer Sicht das Ende sehr erfolgreicher Elite-Weltmeisterschaften: Silber (Marlen Reusser) und Bronze (Küng) im Zeitfahren fügte Hirschi eine weitere bronzene Medaille dazu.

2 Kommentare
    Per Holund

    Einfach eine weitere Superleistung. Gratulation. Ich freue mich auf weitere Spannende Renne. Das ist Sport.