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Gastkommentar zur PressefreiheitMehr Bundesgeld für die Medien bedeutet weniger Journalismus

«Wir brauchen eine starke Macht neben dem Staat.» Newsroom der «Berner Zeitung».

Die Werbefinanzierung ist trotz all ihrer Nachteile weniger bedenklich als eine Abhängigkeit der Medien vom Staat.

Was wir benötigen, sind keine Medien, die unkritisch die Mitteilungen der Bundesämter weiterverbreiten.

20 Kommentare
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    Andreas Diethelm

    Ich bin zwar auch gegen staatliche Medienfinanzierung, aber nicht Kesslers Logik folgend. Seine Argumentation ist nicht frei von Realsatire. Die Angst vor "den Mächtigen" bezieht sich nicht auf Grosskonzerne und Wirtschaftsverbände, sondern auf "den Staat" Der Kommentar spiegelt den Machtzerfall des Freisinns, der aus der Zeit gefallen ist. Die Behauptung anderseits, die Medien würden einander gegenseitig vor Kniefällen vor den Inserenten schützen, ist naiv und nicht einmal logisch: Man kann durchaus gemeinsam in die Knie gehen ohne aufeinander zu zeigen. Ich erinnere an die vereinte Unterstützung der werbefinanzierten Medien des Projekts "Ensemble", dem Multipack CS-Arena, CS-Wohntürme und etwas Genossenschaftsbau: Einerseits dienten diese Medien als Sprachrohre Stadtregierung, ganz ohne deren finanzielle Unterstützung, und zwar von TA bis Tagblatt, welches unter Blochers Kontrolle steht. Die Einigkeit leuchtet ein: Um die Fussball-Arena gruppieren sich praktisch alle potenten Inserenten. Profifussball-Übertragungen sind notwendig, um am TV die Werbeblöcke voneinander zu trennen. Ausserdem: Was US-Bürgern seit 100 Jahren bekannt ist, viele Schweizer aber noch immer nicht begriffen haben: Medien, mit Ausnahme von Abo- und Parteipresse, sind vor allem gewinnstrebende Unternehmen mit dem Geschäftsmodell Unterhaltung, keine NGO und ganz am Schluss und sporadisch vielleicht ein viertes Gewältchen.