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Begegnung mit BondMeine 23 Minuten mit Sean Connery

Bei einem Interview bewies der zurückhaltende Schotte, wie gut er mit seiner Rolle als Ex-Bond umgehen konnte – im Gegensatz zu anderen.

Sean Connery im April 1999, kurz bevor er seinen Film «Entrapment», den er auch produziert hatte, in Cannes vorstellte – und sich dafür den Bart abrasierte,
Sean Connery im April 1999, kurz bevor er seinen Film «Entrapment», den er auch produziert hatte, in Cannes vorstellte – und sich dafür den Bart abrasierte,
Foto: Imago Images, Zuma Press

Irgendwann ist die Reihe an mir. Sean Connery fixiert mich mit seinen braunen Augen. Sagt sanft, aber bestimmt: «Your question, please!» Was nun? Soll ich ihn etwas zu James Bond fragen? Zu seiner Herkunft aus Schottland? Zu seinen Zukunftsplänen? Ich zögere ein wenig. Und frage dann: «Haben Sie je etwas gestohlen, Herr Connery?»

So abwegig ist die Frage nicht. Der Anlass für dieses Treffen im Mai 1999 ist der Film «Entrapment», in dem Connery einen Meisterdieb spielt. Er tut dies mit Grandezza und Gelassenheit, genau gleich, wie er diese Interviewrunden absolviert. Zehn Journalistinnen und Journalisten sitzen mit ihm am Tisch, reden alle gleichzeitig, sodass Connery schon fast ein wenig amüsiert auch die Rolle des Moderators übernimmt. «Ob ich selber auch schon geklaut habe?», wiederholt er, «hm, lassen Sie mich nachdenken.»

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