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Fragwürdige Härte

Das Urteil im Münchner Schlägerprozess nützt den Opfern wenig und schreckt nicht ab. Stattdessen hätten die Schüler für frühere Taten bereits viel härter bestraft werden müssen, findet Reporter Simon Eppenberger.

Zwischen knapp drei und sieben Jahren müssen die Prügelschüler aus dem Kanton Zürich für ihre brutalen Attacken absitzen. Das scheint ob der sinnlosen Taten gerechtfertigt. Insbesondere im Fall des lebensgefährlich verletzten Kaufmanns, der noch heute unter den Folgen des Angriffs leidet, wie der Gerichtssprecher heute in München sagte.

Doch insbesondere die langen Strafen von knapp fünf Jahren für Benji D. und sieben Jahren für den Haupttäter Mike B. sind fragwürdig. Klar sollen die brutalen Jugendlichen nicht mit einem blauen Auge davonkommen. Logisch auch, dass die Taten gesühnt werden müssen. Doch es ist fragwürdig, ob sich durch harte Strafen künftig solche Gewaltexzesse verhindern lassen.

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