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Interview mit Starautor«Menschen sind fundamental einsam»

Der Literaturnobelpreisträger Kazuo Ishiguro über künstliche Intelligenz, individuelle Verantwortung und seinen neuen Roman «Klara und die Sonne».

Der britische Schriftsteller Kazuo Ishiguro bekam den Literaturnobelpreis 2017.
Der britische Schriftsteller Kazuo Ishiguro bekam den Literaturnobelpreis 2017.
Foto: Alastair Grant (AP, Keystone)

Herr Ishiguro, kennen Sie die Geschichte, nach der Jeff Bezos von einem Ihrer Romane inspiriert wurde, seinen Job an der Wall Street an den Nagel zu hängen und stattdessen ein eigenes Unternehmen zu gründen?

Davon habe ich gehört, ja. Es soll «Was vom Tage übrig blieb» gewesen sein. Aber ich fürchte, das ist nur ein Gerücht. Es gibt wohl eine unautorisierte Biografie über Bezos, die damit einsteigt. Das ist sogar vor Gericht gelandet.

Aber die Geschichte ist in der Welt.

Und es ist auch wahr, dass er das Buch sehr mag. Von Anfang an kamen Leute auf mich zu: «Hast du von diesem Typen gehört, der diese neue Firma gegründet hat? Er redet dauernd über deinen Roman.» Als er den Kindle vorgestellt hat, war der Roman auf dem Gerät geöffnet. Aber ich habe Bezos nie getroffen. Ich war ein paarmal zu den Konferenzen eingeladen, die er veranstaltet, aber es hat zeitlich nie gepasst.

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