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Messi, Matthäus und das Monster

Fragen, Namen, Zahlen und Prognosen zur Weltmeisterschaft.

Panini-Bilder Seit 1970 werden die grossen Namen der WM gesammelt Legenden zum Aufkleben.
Panini-Bilder Seit 1970 werden die grossen Namen der WM gesammelt Legenden zum Aufkleben.

Wer ist kleiner als Messi?

Lionel Messi ist 1,69 m, was immerhin noch vier Zentimeter weniger sind als bei Diego Maradona und gleich viel wie bei Xherdan Shaqiri. Kleiner als er sind an dieser WM zwei Spieler von Napoli: der Italiener Lorenzo Insigne mit 1,63 und der Belgier Dries Mertens mit 1,64. Der grösste (oder längste): der Engländer Fraser Forster mit 2,01. Der jüngste heisst Fabrice Olinga, ist am 11. Mai 18 geworden und hat für Kamerun schon 7-mal gespielt, der älteste ist mit 38 und 5 Monate der Kolumbianer Mario Yepes. Am meisten Länderspiele bestritten hat Iker Casillas mit 154, am meisten Tore erzielte Miroslav Klose mit 69.

Wer pfeift den Final?

Vor vier Jahren war es Howard Webb, der Polizist aus Rotherham. Was sein grösster Tag als Schiedsrichter sein sollte, war alles andere als sein bester. Massimo Busacca zu fragen, wer diesmal ein Favorit ist, kann man sich sparen. Der Schiedsrichter-Chef der Fifa würde ohnehin nur auf eine seiner Lieblingsantworten aus aktiven Zeiten zurückgreifen: «Ich bin nicht Gott.» Zur Auswahl stehen 25 Schiedsrichter, 9 aus Europa, 5 aus Südamerika, 4 aus Asien, je 3 aus Afrika und Nord-/Mittelamerika sowie 1 aus Ozeanien. Unsere Prognose für das Endspiel in Rio: Pedro Proença, 43-jähriger Finanzdirektor aus Portugal. 2012 leitete er die Finals der Champions League und der EM.

Wer ist der Comicstürmer?

Comic tönt nach Witz, nach Tim und Struppi, nach Lolek und Bolek. Aber da ist auch Hulk, der unglaubliche Hulk, der sich, so der Comic aus dem Jahr 1962, in ein grünes Monster verwandelt, wenn er wütend wird. Und er greift für Brasilien an der WM an. Eigentlich heisst er Givanildo Vieira de Souza, in Campina Grande in ärmliche Verhältnisse geboren. Und weil er zum Kraftprotz, zum Koloss herangewachsen ist, lag für ihn der Künstlername nahe: Hulk.

Er ist heute nur 1,79 m gross, aber fast so breit, und sein Markenzeichen ist ein Schuss wie ein Donnerhall. Er ist auch der Mann grosser Zahlen: 2012 für eine Ablöse von 50 Millionen Euro zum Gasverein Zenit St. Petersburg, seither mit 6,5 Millionen jährlich entschädigt, netto. Nun sagt er: «José Mourinho möchte mich zu Chelsea holen.»

Wer hat einen Bezug zur Schweiz?

736 Spieler und 32 Cheftrainer sind dabei, alle verwöhnt und versorgt von Hunderten von Assistenten und Betreuern, allein bei der Schweiz sind das rund 25. Aus der Super League sind, neben den Schweizern, nur fünf Spieler dabei: die Ivorer Serey Die (ganzer Name: Sereso Geoffroy Gonzaroua Die) und Giovanni Sio sowie der Chilene Marcelo Diaz von Meister Basel, die Australier Oliver Bozanic (Luzern) und Dario Vidosic (Sion). Einen Bezug zur Schweiz haben: der Kroate Ivan Rakitic, mit Zweitwohnsitz Möhlin, der Ghanaer Samuel Inkoom, der Südkoreaner Joo-ho Park und der Ecuadorianer Felipe Caicedo, alle mit Basler Vergangenheit.

Der Bosnier Izet Hajrovic wurde bei GC gross, der Iraner Daniel Davari ist da künftig als Goalie angestellt. Zwei Trainer haben ebenfalls enge Bande zur Schweiz. Da ist einmal der Engländer Roy Hodgson, der sie 1994 nach 28 Jahren erstmals wieder an eine WM führte, und der Deutsche Joachim Löw, der zu Beginn seiner Laufbahn die Junioren des FC Winterthur und danach den FC Frauenfeld betreute.

Wer zahlt die höchsten Prämien?

Einzelne Verbände versprechen kleine Vermögen für den Fall eines Titelgewinns. Vorneweg: Titelverteidiger Spanien mit 720 000 Euro. Es folgen: Brasilien 700 000 Euro, Uruguay 535 000 Euro, England 430 000 Euro, Portugal 400 000 Euro und Italien 200 000 Euro. Mit 640 000 Dollar (470 000 Euro) ist die Schweiz mittendrin, wobei sie in Dollar rechnet, weil das die offizielle Fifa-Währung ist. Der Weltmeister erhält von der Fifa 35 Millionen Dollar.

Wer hat die meisten Tore erzielt?

Ronaldo, der Brasilianer, ist in dieser Statistik führend oder besser: noch führend. Er hat an den Turnieren 1998, 2002 und 2006 insgesamt 15 Treffer erzielt. Nur ein Tor weniger ist Miroslav Klose geglückt, der aber im deutschen Aufgebot steht und Ronaldo in dessen Heimat als Rekordhalter ablösen kann. Gerd Müller hat in seiner WM-Karriere auch 14 Tore erreicht. Der beste Schweizer: Josef Hügi mit 6 Toren 1954. Der Schweizer Rekordtorschütze Alex Frei erzielte seine beiden WM-Tore 2006 in Deutschland.

Wer sind die Rekordtrainer?

Helmut Schön stand 25-mal an der Seitenlinie und coachte die deutsche Auswahl (1966 bis 1978). Dabei schauten 16 Siege heraus und als Höhepunkt der Titel 1974. Der Brasilianer Carlos Alberto Parreira betreute zwischen 1982 und 2010 die Teams Kuwaits, der Arabischen Emirate, Brasiliens, Saudiarabiens und Südafrikas insgesamt 23-mal. Weltenbummler Bora Milutinovic trainierte von 1982 bis 2002 Mexiko, Costa Rica, USA, Nigeria und China. Seine Bilanz: 20 Partien – ebenso viele wie Mario Zagallo mit Brasilien (1970 bis 1998). Zagallo schaffte zusammen mit Franz Beckenbauer bislang Einzigartiges: Die beiden wurden sowohl als Spieler als auch als Trainer Weltmeister.

Wer bestritt die meisten Partien?

Deutschlands Rekordinternationaler Lothar Matthäus bestritt 25 seiner 150 Länderspiele bei 5 WM-Teilnahmen. Der Italiener Paolo Maldini folgt mit 23, Diego Maradona mit 21. Charles Antenen ist der Schweizer mit den bisher meisten Endrundenspielen (8 von 1950 bis 1962).

Wer hat die teuerste Mannschaft?

Das Portal www.transfermarkt.ch führt Spanien mit einem Gesamtmarktwert von 622 Millionen Euro an erster Stelle, gefolgt von Deutschland (562) und Brasilien (467,5). Die Schweiz rangiert auf Platz 15 mit 178 Millionen – womit Messi (120) und Ronaldo (100) zusammen schon weit mehr kosten. Als Schweizer mit dem höchsten Marktwert werden Ricardo Rodriguez und Xherdan Shaqiri ( je 20) vor Stephan Lichtsteiner (17) angegeben. Die Preiswertesten mit je 1,5 Millionen sind Steve von Bergen, Michael Lang und Mario Gavranovic.

Wer kommt ins Team der WM?

Zugegeben, in der Abwehr müssen Kompromisse gemacht werden, Sergio Ramos muss von innen nach rechts ausweichen und Philipp Lahm von rechts auf seine alte linke Seite, damit die besten Verteidiger im Allstarteam irgendwie Platz finden. Xabi Alonso muss den Schutz der Defensive allein koordinieren, weil das Angebot an Spielern, die aufs Stürmen programmiert sind, zu gross und verlockend ist, um es auszuschlagen. Der Belgier Thibaut Courtois ist die grösste Überraschung, aber er wird bestätigen, dass er der Mann der Zukunft ist.

Die Mannschaft: Courtois (Be); Sergio Ramos (Sp), Thiago Silva (Br), Kompany (Be), Lahm (De); Xabi Alonso (Sp); Di Maria (Arg), Yaya Touré (Elf ), Cristiano Ronaldo (Por); Suarez (Uru), Messi (Arg).

Peter M. Birrer, Thomas Schifferle

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