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«Mich schockiert diese Schockstarre»

Monchi, Sänger von Feine Sahne Fischfilet, lässt sich die Laune nicht vermiesen. Auch und grade nicht von Neonazis.

In der Einstiegsszene des Films «Wildes Herz» stehen Sie alleine im Studio und singen eine Gesangsspur ein. Es wird schnell klar, dass Sie an dem Tag nicht ganz auf der Höhe sind. Wie ist es für Sie, so intime Aufnahmen von sich selbst zu sehen im Film?

Hätten Sie den Film auch so gemacht?

Aber Sie können damit leben?

Ein zentrales Thema im Film ist «Heimat».

Aber will man die Heimat, die man liebt, nicht auch verteidigen, zum Beispiel gegen die Rechten?

Der Film ist auch ein Mittelfinger: Wer hätte an uns geglaubt?

Gerade in Deutschland hat die Linke ja Schwierigkeiten mit diesem Heimatbegriff. Bei Ihnen ist er nicht negativ besetzt.

Im Film wird deutlich, dass Ihre Eltern sich viel Sorgen um Sie gemacht haben als Teenager. Haben Sie das Gefühl, dass Ihre Eltern Sie mittlerweile verstehen?

Feine Sahne Fischfilet (Bild: zvg, Fotograf: Bastian Bochinski)

Wenn ich Sie vor zehn Jahren gefragt hätte, wo Sie in zehn Jahren sind, was hätten Sie gesagt?

Im Februar haben Sie im Komplex gespielt – wie erklären Sie sich Ihre Popularität?

Sie sind in Ihren Aussagen recht radikal: «Niemand muss Bulle sein» heisst es in einem Lied. Und doch werden Sie in Deutschland von öffentlich-rechtlichen Sendern eingeladen. Ist Antifaschismus salonfähig geworden? Und wie gehen Sie damit um?

Hat es für diese Erkenntnis die AfD gebraucht?

Ich glaube, die Grenze des Sagbaren ist verrückt worden, gesamtgesellschaftlich und gegenüber Journalisten.

Die schweizerische SVP dient ja in mancher Hinsicht als Vorbild für die AfD. Beobachten Sie, was politisch in der Schweiz passiert?

Sie engagieren sich auch für Kurdistan. Das kam im Film gar nicht zur Sprache. Warum nicht?

Das beeindruckendste besetzte Haus, das ich bis jetzt gesehen habe, ist die Reitschule. Das hat echt Substanz.

Der Film läuft in Demmin, da wo Sie herkommen, nicht – die Stadtverwaltung hat das verhindert. Verzweifelt man da nicht ein bisschen?

Nach der letzten Show haben Sie auf dem Koch-Areal Ihre Aftershow-Party gefeiert. Unterscheiden sich besetzte Häuser in der Schweiz von denen in Deutschland?