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Erzkonservativer RennsportMichael Jordan kauft Nascar-Team und kämpft so gegen Rassismus

Die Basketball-Legende kauft sich in die Rennserie ein und engagiert den einzigen dunkelhäutigen Fahrer Bubba Wallace. Zusammen wollen sie sich gegen Rassismus wehren.

Michael Jordan besitzt bereits die NBA-Franchise Charlotte Hornets. Jetzt kauft sich die Basketball-Legende ein Nascar-Team.
Michael Jordan besitzt bereits die NBA-Franchise Charlotte Hornets. Jetzt kauft sich die Basketball-Legende ein Nascar-Team.
Foto: Greg Baker (Keystone)
Fahrer des Teams wird Bubba Wallace. Der 26-Jährige ist der einzige Nascar-Fahrer mit dunkler Hautfarbe und hat sich dafür eingesetzt, dass die Konföderierten-Flagge an den Rennen verboten wird.
Fahrer des Teams wird Bubba Wallace. Der 26-Jährige ist der einzige Nascar-Fahrer mit dunkler Hautfarbe und hat sich dafür eingesetzt, dass die Konföderierten-Flagge an den Rennen verboten wird.
Foto: Chris Carlson (Keystone)
Das kam bei der erzkonservativen Fangemeinschaft nicht gut an. Im Juni fand Wallace in der Garage seines Teams diesen Strick. Erst wurde er als Drohung gegen Wallace interpretiert. Dann kam das FBI zum Schluss, dass der Strick schon da gehangen war, lange bevor den Teams die Garagen zugeteilt wurden.
Das kam bei der erzkonservativen Fangemeinschaft nicht gut an. Im Juni fand Wallace in der Garage seines Teams diesen Strick. Erst wurde er als Drohung gegen Wallace interpretiert. Dann kam das FBI zum Schluss, dass der Strick schon da gehangen war, lange bevor den Teams die Garagen zugeteilt wurden.
Foto: Keystone
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Mit dem Galgenstrick, der in einer Garage lag, beschäftigte sich am Ende auch das FBI. Es passierte am Nascar-Rennwochenende in Talladega, rund einen Monat nachdem die globale Bewegung «Black Lives Matter» wieder aufgeflammt war.

Bubba Wallace, der einzige Nascar-Fahrer mit dunkler Hautfarbe, setzte sich dafür ein, dass die Konföderierten-Flagge an den Rennen verboten wird, dieses Symbol für Sklaverei und soziale Ungerechtigkeit. Nascar verbot die Flagge. Das gefiel der ultrakonservativen Fangemeinde jedoch nicht.

Und so fand Wallace einen Galgenstrick in der Garage seines Teams. Das Seil wurde zuerst als Drohung interpretiert. Später kam das FBI zum Schluss, dass das Seil da gehangen war, lange bevor die Garagen den Teams zugeteilt wurden. Aber die Geschichte stärkte Wallaces Kampf gegen Rassismus.

Jetzt erhält der 26-Jährige weitere Unterstützung in diesem Kampf: Er wird für das Team fahren, das sich die Basketball-Legende Michael Jordan gekauft hat.

Ein weiteres Sportteam für Jordan

Wie Wallace ist auch Jordan ein Kämpfer für die «Black Lives Matter»-Bewegung. 100 Millionen Dollar will er in zehn Jahren dafür aufwenden. Dazu kommt sein Engagement mit dem Kauf des Nascar-Teams.

Jordan wird der zweite Teambesitzer mit dunkler Hautfarbe, neben Brad Daugherty, der in der gleichen College-Mannschaft Basketball spielte und später ebenfalls in der NBA war.

Den Zeitpunkt für den Einstieg in die Nascar-Serie erachtet Jordan als ideal: «Historisch hatte Nascar Mühe mit der Diversität und es gab nur wenige Teambesitzer mit dunkler Hautfarbe. Das Timing für meinen Einstieg scheint perfekt, da sich Nascar weiterentwickelt hat und den sozialen Wandel immer mehr akzeptiert.»

Das Team wird Jordan zusammen mit dem noch immer aktiven Nascar-Fahrer Denny Hamlin besitzen, ab nächstem Jahr wird Bubba Wallace für die beiden fahren. Jordan besitzt damit ein weiteres Sportteam, neben der NBA-Franchise Charlotte Hornets.