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Hoher Preisaufschlag für BioMigros und Coop subventionieren mit Bio-Produkten Billigware

Der Schweizer Tierschutz kritisiert die Preisgestaltung der Grossverteiler: Sie schlügen bei tierfreundlichen Milchprodukten mehr drauf, um so konventionell Hergestelltes zu verbilligen. Das Gewissen der Kunden werde ausgenützt.

Kühe mit viel Auslauf: Das fordert der Tierschutz. Bei Billigmilch ist das allerdings nicht garantiert.
Kühe mit viel Auslauf: Das fordert der Tierschutz. Bei Billigmilch ist das allerdings nicht garantiert.
Foto: Keystone

Der Blick auf die Preise im Milchregal des Supermarkts zeigt grosse Unterschiede. Die Biomilch kostet im Grossverteiler je Liter bis zu 80 Prozent mehr als die günstigste Milch für einen Franken. Da ist die Versuchung gross, zum billigeren Produkt zu greifen, auch wenn diese Kühe als Lieferanten des Rohstoffs womöglich weniger Auslauf haben und importiertes Kraftfutter fressen.

Diese Preispolitik der Detailhändler ist dem Tierschutz ein Dorn im Auge. In einer neuen Studie schlüsselt die Organisation die intransparenten Gewinnmargen, die Detailhändler und Verarbeiter bei Milchprodukten einstreichen, auf. Die Ware mit dem Bioetikett oder nach dem Standard von IP-Suisse ist für die Grossverteiler und die Discounter ein gutes Geschäft.

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