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Kontroverse in der NFLMillionenbussen für die Maskenverweigerer

In der noch jungen Footballsaison halten sich viele Trainer nicht an die strengen Hygieneregeln. Die Liga greift deshalb hart durch.

Doppeltes Ungemach für Sean Payton, Trainer der New Orleans Saints (l.): Seine Mannschaft verlor das zweite Saisonspiel gegen Las Vegas – und wegen Nichttragens einer Maske während des Spiels wurde er hart gebüsst.
Doppeltes Ungemach für Sean Payton, Trainer der New Orleans Saints (l.): Seine Mannschaft verlor das zweite Saisonspiel gegen Las Vegas – und wegen Nichttragens einer Maske während des Spiels wurde er hart gebüsst.
Foto: Ethan Miller (Getty Images)

Die Footballsaison 2020 ist erst zwei Spieltage alt. Und nicht nur die Resultate geben zu reden, sondern auch das Verhalten einiger Trainer. Denn einige verzichten beim Coaching während des Spiels auf einen Mund-Nasen-Schutz, obwohl dieser von der Liga in den strengen Hygieneregeln vorgeschrieben ist.

Die Verfehlungen wurden von der nordamerikanischen Profiliga NFL hart sanktioniert. Sie sprach gegen die fehlbaren Trainer und ihre Clubs Bussen in der Höhe von insgesamt 1,75 Millionen US-Dollar aus. Je 100’000 Dollar für die Coachs und je 250’000 Dollar für die Vereine.

«Entschuldigung. Aber ich muss Spielzüge ansagen.»

Jon Gruden, Chefcoach Las Vegas Raiders

Einer der fünf gebüssten Trainer ist Jon Gruden von den Las Vegas Raiders. Er war bereits selbst mit dem Coronavirus infiziert und rechtfertigt sich für das Nichttragen des Mund-Nasen-Schutzes: «Ich bitte um Entschuldigung, aber ich muss Spielzüge ansagen.» Die anderen vier fehlbaren Trainer sind Vic Fangio (Denver Broncos), Kyle Shanahan (San Francisco 49ers), Pete Carroll (Seattle Seahawks) und Sean Payton (New Orleans Saints).

Jon Gruden, Trainer der Las Vegas Raiders, war mit dem Coronavirus infiziert – trotzdem tut er sich nun mit dem Maskenzwang schwer.
Jon Gruden, Trainer der Las Vegas Raiders, war mit dem Coronavirus infiziert – trotzdem tut er sich nun mit dem Maskenzwang schwer.
Foto: Isaac Brekken (Keystone)

Die NFL kennt in der Corona-Zeit kein Pardon und greift weiter hart durch, wenn sich Trainer nicht an die strengen Hygieneregeln halten. «Wir müssen achtsam und diszipliniert bleiben», sagte NFL-Chef Roger Goodell. Er mahnte die Clubs noch einmal, sich an die Corona-Regeln zu halten. Schlimmstenfalls droht sonst ein Saisonabbruch.

heg/dpa

3 Kommentare
    Karl Steinbrenner

    Das ist Wirtschaftshörigkeit mal andersrum: Bricht der Spielbetrieb der Liga zusammen wegen irregulärer Bedingungen durch die Quarantäne ganzer Mannschaften, so brechen auch die Einnahmen zusammen.

    Insofern sind die Bussen für Trainer und Clubs eine "Lenkungsabgabe" zur Herstellung der Solidarität innerhalb der Liga.

    Was, wenn die die Clubs ihren Saisonkartenbesitzern die Abo-Kosten ersetzen und die Liga mit den Fernsehsendern prozessieren müssen.