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Schweizer Beschaffungs-DebakelMillionen unbenutzte Masken drohen im Abfall zu landen

Die meisten Masken, die der Bund in der ersten Corona-Welle beschafft hat, wurden bis heute nicht gebraucht. Dutzende Millionen Franken an Steuergeldern sind verloren.

Brigadier Markus Näf war als Koordinator verantwortlich für die Maskenbeschaffungen der Armeeapotheke.
Brigadier Markus Näf war als Koordinator verantwortlich für die Maskenbeschaffungen der Armeeapotheke.
Foto: Peter Klaunzer (Keystone)

Zuerst tönte es nach einer Erfolgsgeschichte: Ende Mai letzten Jahres verkündete Brigadier Markus Näf im Schweizer Fernsehen, dass die Armee auf dem völlig ausgetrockneten Weltmarkt genügend Masken gegen das Coronavirus einkaufen konnte. «Die Beschaffungsvorgaben sind erfüllt, der Markt spielt wieder», sagte Näf, der zwei Monate zuvor als Koordinator dieser einzigartigen Beschaffungsaktion eingesetzt worden war.

Doch nun wird klar: Mit dem Grosseinkauf wurden Dutzende Millionen Franken an Steuergeldern verbrannt. Weil die Verantwortlichen von Bund, Kantonen und Spitälern es vor Corona versäumt hatten, Maskenreserven anzulegen, kam Panik auf – mit der Folge, dass der Bund dann in grosser Hast viel zu viele Masken anschaffte. Und zwar just zum Zeitpunkt, als die Preise am höchsten und die Risiken am grössten waren.

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