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Schweizer CupMit Bescheidenheit in den Viertelfinal

GC setzt sich gegen Lausanne 2:0 durch, obwohl es lange kaum etwas zustande bringt.

Doppelte Freude: Cristian Ponde (h.), Torschütze zum 2:0, jubelt gemeinsam mit Teamkollege Miguel Nóbrega.
Doppelte Freude: Cristian Ponde (h.), Torschütze zum 2:0, jubelt gemeinsam mit Teamkollege Miguel Nóbrega.
Foto: Ennio Leanza (Keystone) 

João Carlos Pereira stellt um, was er umstellen kann. Acht Spieler wechselt der GC-Trainer gegenüber dem letzten Spiel in Wil aus. 67 Minuten lang sieht es nicht danach aus, als würde sich das lohnen, es ist ein gruseliger Auftritt seiner Mannschaft.

Am Ende bekommt Pereira recht: Seine Mannschaft gewinnt gegen Lausanne 2:0 und qualifiziert sich so für den Viertelfinal des Schweizer Cups.

Mehr als eine Stunde tun die Zürcher so, als wüssten sie nicht um den Standort des Lausanner Tores. Nicht einmal bringen sie bis dahin einen Angriff zustande, der auch Angriff zu nennen ist. So leisten sie ihren Anteil zu einem Spiel, das alles andere als Werbung ist für einen Wettbewerb, der ohnehin schon genug unter der Terminnot leidet und völlig im Schatten der Super League zu verschwinden droht.

Dann kommt wenigstens die 68. Minute. Ein missratener Freistoss von Ronan landet bei Ponde und von da bei Bonatini. Der Stürmer mit der Nummer 3 und dem Hang zum Phlegma lässt sich die Chance nicht nehmen. Er trifft mit seinem Flachschuss zum 1:0. Das Tor ist die Strafe für die Lausanner, die bei aller feldmässigen Überlegenheit nie den Eindruck machen, als würden sie eine Liga höher spielen. Sie haben in der ersten Halbzeit vielleicht zwei Abschlüsse, die ernst zu nehmen sind.

Der Rest ist selbst für ein sehr bescheidenes GC kein Problem. Zuletzt leistet sich Barès ein Handspiel, das mit Elfmeter bestraft wird. Ponde verwertet ihn sicher.

ths

29 Kommentare
    Christian Stübi

    Was ist das für eine Berichterstattung. Fakt ist dass GC sich gegen einen oberklassigen Durchgesetzt hat, wie das Winterthur und Aarau ebenfalls gemacht hat. Meiner Meinung ist der Unterschied der Spitzenmannschaften von der Challenge League zu der Superleague (ausser YB) nicht mehr gross und man sollte die Superleague welche aus 9 Schweizer Clubs plus Vaduz besteht schon lange aufstocken. Es macht schlicht kein Sinn wenn fast die ganze Liga um Europa League Plätze und den Abstieg kämpft. Die Ausrede, dass es nicht genügend gute Spieler für mehr Teams gibt lasse ich nicht gelten. Sonst kann man ja wie GC mit 8 Portugiesen spielen :)