24-Stunden-Betreuung«Mit der Schweiz bin ich fertig»
Sie blieben während des Lockdown bei ihren Klienten und arbeiteten 12 Stunden täglich. Nun erzählen Altenbetreuerinnen aus Polen und der Slowakei, wie sie gedemütigt und um ihren Lohn gebracht wurden.

Am 28. März steht Julia Kowalski plötzlich auf der Strasse. Drei Monate lang hat sie eine alte Frau im Kanton Nidwalden betreut, sie jeden Tag gewaschen, ihr Essen gekocht, sie im Rollstuhl geschoben, zwölf Stunden am Tag – und so manche Stunde in der Nacht. Ausser ihrer Klientin hat die 61-jährige Polin kaum andere Menschen getroffen. Manchmal sei sie so einsam gewesen, erzählt sie, «dass ich auf den kurzen Spaziergängen schon mit den Kühen und Schafen gesprochen habe. Auf Polnisch.»



















