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Kolumne von Barbara BleischMit Vernunft geimpft

Ist es vernünftig, sich nicht impfen zu lassen, um die Risiken der Nebenwirkungen zu umgehen? Nein, wer so denkt, verkennt die wahre Vernunft.

Wer sich impfen lässt, handelt nicht nur vernünftig, sondern auch solidarisch.
Wer sich impfen lässt, handelt nicht nur vernünftig, sondern auch solidarisch.
Foto: Victoria Jones (Getty Images)

Jetzt sind die ersten Impfstoffe zugelassen – und die Debatte darüber ist seltsam zweigeteilt: Gesundheitsbehörden überlegen sich, wer das knappe Gut als Erster bekommen soll. In Internetforen wird dagegen lauthals gestritten, ob uns jemand zur Impfung zwingen darf, als handle es sich dabei nicht um ein knappes Gut, sondern um eine Bedrohung.

Tatsächlich ist laut Umfragen in letzter Zeit in vielen Ländern die Bereitschaft gesunken, sich impfen zu lassen. Ist die Weigerung ein Zeichen gebotener Vorsicht oder blanker Egoismus oder Unvernunft?

Was die Vorsicht anbelangt, tun wir gut daran, uns auf Expertenwissen zu verlassen. Auch wenn die Impfdebatte seit Jahrzehnten hochideologisch geführt wird, ist klar: Sicherheit und Effektivität von Vakzinen sind keine weltanschaulichen, sondern wissenschaftliche Fragen. Dass die Impfstoffe jetzt in Schnellverfahren geprüft werden, verschleiert nicht dunkle Machenschaften, sondern offenbart die Dringlichkeit, die Pandemie unter Kontrolle zu bringen.

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