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Shitstorm um InfluencerinMobbing im Zeichen des «Guten»

Aus Angst vor Reputationsschäden reagieren Firmen oft kopflos, wenn sie einen Shitstorm befürchten. Doch das kann sich rächen.

Die Demonstration gegen Rassismus in Zürich blockierte grosse Teile der Stadt – und führte zum frustrierten Post von Mimi Jäger.
Die Demonstration gegen Rassismus in Zürich blockierte grosse Teile der Stadt – und führte zum frustrierten Post von Mimi Jäger.
Foto: Ennio Leanza (Keystone) / sda.ch

Die sozialen Medien waren dazu gedacht, die Meinungsäusserungsfreiheit zu befördern. Stattdessen bedrohen sie sie mittlerweile. Wie, das zeigte sich vergangenes Wochenende. Kaum 24 Stunden nachdem sich ein Shitstorm gegen Influencerin Mimi Jäger erhoben hatte, zeigten sich einige ihrer Auftraggeber auf Twitter «bestürzt» (die Post), bekannten sich zu «Diversität und Vielfalt» (Philips) und gelobten, künftig nicht mehr mit Jäger zusammenzuarbeiten. Auffällig an diesen Bekenntnissen ist, wie reflexartig sie erfolgten und wie identisch sie in der Wortwahl sind. Ganz so, als zitiere man aus einem gemeinsamen Handbuch. Und keiner machte sich die Mühe, zu überprüfen, was an den Rassismusanschuldigungen gegen Jäger eigentlich dran war. Nämlich herzlich wenig.

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