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TV-Kritik «Tatort»Mordsmässig nervtötend – Hausgemeinschaften

Der neue «Tatort» aus Stuttgart mischt Satire mit einem feinen Gefühl für die Gefahren von Ideologie und Träumerei. Zum Andocken!

«Das ist unser Haus» heisst der neue «Tatort» aus Stuttgart. Die Baugemeinschaft hatte grosse Träume, aber am Ende waren die Mordkommissare Lannert (Richy Müller, links auf dem Gerüst) und Bootz (Felix Klare) gefragt.
«Das ist unser Haus» heisst der neue «Tatort» aus Stuttgart. Die Baugemeinschaft hatte grosse Träume, aber am Ende waren die Mordkommissare Lannert (Richy Müller, links auf dem Gerüst) und Bootz (Felix Klare) gefragt.
Foto: Benoit Linder (SWR)

Gedreht wurde der neue «Tatort» aus Stuttgart Mitte Januar bis Mitte Februar 2020. Und er fühlt sich an wie von einem anderen Stern: Ständig patschen die Leute einander da bei ihren Gschpürschmi-Gesprächen an. Dennoch ist eine der Überraschungen von «Das ist unser Haus», wie treffend hier die Vibes der Stuttgarter Querdenker-Bewegung, überhaupt der Corona-Skeptiker-Klientele, gezeichnet wurden – zu einer Zeit, als Covid-19 noch eine ferne Krankheit war.

Ganz normale Bürgerinnen und Bürger haben sich zusammengetan, um ein Mehrfamilienhaus zu kaufen und zudem einen Anbau zu realisieren: Das ist ihre einzige Chance, um in einem von Immobilienhaien dominierten Markt zu Wohneigentum zu kommen. Und die Baugemeinschaft der Oase Ostfildern will noch mehr: nämlich Sand im Getriebe des Kapitalismus sein, auf Solidarität setzen.

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