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Das Leben einer GeheimagentinMutterschaft war ihre beste Tarnung

Ursula Kuczynski war eine der versiertesten Sowjet-Spione des 20. Jahrhunderts. Lange operierte sie von der Schweiz aus – als vermeintlich harmlose Hausfrau.

Attraktiv, intelligent und überzeugte Kommunistin: Ursula Kuczynski, ca. 1935.
Attraktiv, intelligent und überzeugte Kommunistin: Ursula Kuczynski, ca. 1935.
Foto: Peter Beurton

Spionage ist ein Geschäft, das von Geheimnis und Verrat lebt. Wer überleben will, muss sehr gut sein. Und Ursula Kuczynski alias Agentin Sonya war eine der besten. Verraten wurde sie nur ein einziges Mal.

Damals lebte sie seit zwei Jahren in der Schweiz und war zuvor schon dem chinesischen Geheimdienst, den britischen Behörden in Shanghai, den japanischen Kempeitai, dem polnischen und dem Schweizer Geheimdienst entgangen, ebenso dem MI5 und der Gestapo. Und dann war es ihre Nanny namens Ollo, die eines Tages, im Dezember 1940, in die englische Botschaft in Montreux spazierte und den dortigen Behörden in gebrochenem Englisch beizubringen versuchte, dass ihre Arbeitgeberin nicht die harmlose Hausfrau war, als die sie sich ausgab. Sondern für die Russen spionierte.

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