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Hotel Ascot in KonkursNach 27 Jahren ist für Christian Frei Schluss

Da der Liegenschaftenbesitzer auf dem Mietzins beharrt und Gäste wegen der Corona-Krise ausbleiben, kann Christian Frei sein Hotel nicht weiterbetreiben.

Direktor Christian Frei in der Turf Bar des Hotels Ascot – die finanzielle Belastung wurde zu gross, er muss sein Lebenswerk in den Konkurs schicken.
Direktor Christian Frei in der Turf Bar des Hotels Ascot – die finanzielle Belastung wurde zu gross, er muss sein Lebenswerk in den Konkurs schicken.
Foto: Dominique Meienberg

Noch etwas mehr als 24 Stunden. Dann ist fertig. Dann muss Christian Frei den Ort verlassen, an dem er am meisten Zeit in seinem Leben verbracht hat. Einen Ort, den er mit Herz und Seele liebt. Am Freitag kurz nach dem Mittag übernimmt das Konkursamt das Hotel Ascot am Tessinerplatz in Zürich. Hoteldirektor Frei wird seine Schlüssel abgeben, Beamte die Türen zu dem Haus versiegeln. Das Einzige, was der 60-Jährige mitnehmen darf, sind das Handy und der Laptop.

Ein Pult, das wie ein Piano aussieht

So richtig bewusst ist es dem 60-Jährigen noch nicht, was momentan passiert. Er begrüsst den Journalisten an seinem eigenartigen Arbeitsplatz. Das ist ein kleines Pult, das er zwischen dem Haupteingang des Hotels und der Réception eingerichtet hat. Es schaut eher aus wie ein elektrisches Piano – was Gäste immer wieder zum Witz ermunterte, ein bisschen Musik zu machen.

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